Author Topic: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes  (Read 101467 times)

Offline sandhofer

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #150 on: 20. Juli 2012, 07.39 Uhr »
Hallo!

Ja, man glaubt förmlich zu spüren, wie Russell nun zu einer Epoche kommt, mit der er etwas anfangen kann, weil sie doch um einiges verwandter ist mit seiner Gegenwart als das Mittelalter mit seiner Scholastik. Entsprechend kann er wirklich Substantielles zu einem Philosophen sagen.

Ich hoffe, bald mit dir wieder gleichgezogen zu haben ;).

Keine Angst, im Moment bin ich gerade durch andere Beschäftigungen an einer wirklich konzentrierten Lektüre gehindert ...

Grüsse

sandhofer
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Offline orzifar

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #151 on: 06. August 2012, 02.07 Uhr »
Hallo!

Habe dich mittlerweile überholt, den "Aufschwung der Naturwissenschaften", "Francis Bacon" und "Thomas Hobbes" gelesen. Letzterem lässt er Gerechtigkeit widerfahren, indem er nicht bloß das (ursprünglich von Plautus stammende) homo homini lupus wiederholt, sondern auf die demokratische Komponente dieses Prinzips hinweist: Nur weil alle gleich sind, gleiche Interessen haben, ergibt sich ein Kampf aller gegen alle, ein Kampf, der unbedingt vermieden werden muss (hier spielt Hobbes' eigene Erfahrung der Bürgerkriege im 17. Jahrhundert eine große Rolle). Wäre der Leviathan nicht so umfangreich, eine Leserunde könnte durchaus interessant sein (ich kenne ihn nur in Auszügen - wie so oft).

Bacons Bedeutung liegt weniger in originären Beiträgen zur Philosophie als vielmehr in seinen erstmals formulierten, naturwissenschaftlichen Prinzipien, die sich - angewandt auf den gesamten Lebensbereich - in einer immer stärkeren Beherrschung der Umwelt niederschlagen. Somit scheint er der Begründer einer Haltung zu sein, die heute - mit Recht - mit sehr viel Skepsis betrachtet wird. Aber Bacon hat sich sicher nicht träumen lassen, dass die Beherrschung dieser Natur eine Form annehmen könnte, die die Grundvoraussetzungen menschlichen Lebens gefährdet. Trotzdem: Er war der erste Techniker, der erste, der die Bedeutung technischer Errungenschaften für die Welt, die Macht, das Leben erkannte. Und der auch versuchte, die Ausbildung entsprechend zu reformieren.

An meinen Mitstreiter: Ich habe hier noch ein Buch über Francis Bacon und seine Zeit liegen, das ich, sofern du nicht zügig weiterzulesen wünscht, mal zwischendurchc einschieben würde. (Wenn das Ganze nicht mit den (versuchten) Brentano-Studien und den Büchern über den Wiener Kreis kollidiert.)

lg

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Offline sandhofer

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #152 on: 06. August 2012, 12.32 Uhr »
Habe dich mittlerweile überholt,

So ein Schlawiner ...  ;D
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Offline orzifar

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #153 on: 11. August 2012, 05.25 Uhr »
Hallo!

Das Kapitel über Descartes gelesen. Da ich gerade einiges an Literatur über ihn konsumiert habe, kommt es mir wenig ergiebig und zu kurz vor. Das mag aber nun auch an meiner ganz spezifischen Sichtweise gelegen haben. Russel lobt D. wegen der von ihm versuchten Reduktion, dem Wunsch nach klaren, evidenten Erkenntnissen (auch wenn er ihm - wie wahrscheinlich heutzutage fast jeder - in seinen Gottesbeweisen nicht folgen will und kann). Andererseits kommt diese Komponente bei Russel ein wenig zu kurz, denn ich halte D. für einen zutiefst gläubigen Menschen, dem sein positiver Gottesbegriff die Grundlage für weitere Untersuchungen lieferte. Irgendwie ein Kapitel, das sich in dieser Form auch in vielen anderen Philosophiegeschichten findet (etwa bei Spierling, der auf wenigen Seiten die Philosophen mit bewunderswerter Klarheit darstellt, soweit das in der Kürze möglich ist).

lg

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #154 on: 12. August 2012, 19.45 Uhr »
Bacons Bedeutung liegt weniger in originären Beiträgen zur Philosophie als vielmehr in seinen erstmals formulierten, naturwissenschaftlichen Prinzipien, die sich - angewandt auf den gesamten Lebensbereich - in einer immer stärkeren Beherrschung der Umwelt niederschlagen. Somit scheint er der Begründer einer Haltung zu sein, die heute - mit Recht - mit sehr viel Skepsis betrachtet wird. Aber Bacon hat sich sicher nicht träumen lassen, dass die Beherrschung dieser Natur eine Form annehmen könnte, die die Grundvoraussetzungen menschlichen Lebens gefährdet. Trotzdem: Er war der erste Techniker, der erste, der die Bedeutung technischer Errungenschaften für die Welt, die Macht, das Leben erkannte. Und der auch versuchte, die Ausbildung entsprechend zu reformieren.

Dem kann ich nichts hinzufügen - umso mehr, als ich gerade festgestellt habe, dass meine Bacon-Lektüre einige Zeit zurückliegen muss und sich der Text, den ich gelesen zu haben meine, offenbar verkrümelt hat und in meiner Bibliothek fehlt. Ich werde mir bei Gelegenheit wieder etwas von ihm anschaffen müssen ...

An meinen Mitstreiter: Ich habe hier noch ein Buch über Francis Bacon und seine Zeit liegen, das ich, sofern du nicht zügig weiterzulesen wünscht, mal zwischendurchc einschieben würde.

Oh, bis ich meinen Bacon habe, wird es noch etwas dauern. In der Zwischenzeit lese ich mal in Russell weiter ...  ;)

PS. Wunderschöner Satz Russells, in Zusammenhang mit Bacons Verurteilung: Das Urteil wurde jedoch nur zum Teil vollstreckt. [...] Allerdings war er [Bacon] gezwungen, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen und den Rest seiner Tage damit zu verbringen, bedeutende Bücher zu schreiben. ;D
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Offline sandhofer

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #155 on: 12. August 2012, 19.52 Uhr »
Hobbes' Leviathan

Russell ist nun ganz eindeutig in seinem Element. Hobbes betrachtet er als politischen Philosophen mit starkem Hang zur logisch stringenten Argumentation und völlig frei von Aberglauben. Der erste bedeutende moderen politische Philosoph seit Machiavelli (den Russell auch schon sehr positiv dargestellt hat), nach Russels Meinung. Ob man Hobbes auf die politische Philosophie beschränken kann, entzieht sich meiner Kenntnis, der ich auch nur den Leviathan und De cive gelesen habe - und das als junger Student. Russells Darstellung scheint mir auf jeden Fall plausibel.
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Offline sandhofer

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #156 on: 12. August 2012, 19.56 Uhr »
Descartes

Ich fand das Kapitel eigentlich nicht zu kurz. Es passt zu den übrigen Kapiteln dieser Philosophiegeschichte. Sicher, mit dem gläubigen Menschen Descartes kann Russell nichts anfangen - so, wie er mit den gläubigen Scholastikern nichts anfangen konnte. Descartes' Erziehung bei den Jesuiten war wohl noch wichtiger, als es von Russell dargestellt wird. Aber er lässt dem Philosophen und Mathematiker durchaus die gebührende Gerechtigkeit angedeihen, wie ich finde.
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Offline sandhofer

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #157 on: 12. August 2012, 20.00 Uhr »
Spinoza

Spinoza scheint einer der Lieblinge von Russell zu sein. Er stellt ihn äusserst positiv dar, auch wenn er das Gewicht stark auf den ethischen Schlussteil der Ethik legt. Das liegt offenbar daran, dass selten ein Philosoph sein Leben so in den Dienst seines Werkes stellte wie Spinoza. Mir persönlich ging es ja bei der Wiederlektüre eher wie den von Russell erwähnten modernen Studenten, die angesichts der merkwürdigen pseudo-logischen Konstruktion der jeweiligen Sätze bzw. Beweise jedesmal leer schlucken müssen. Ob Russell hier nicht die philosophische Wichtigkeit zu hoch bewertet, weil er das Leben (und wohl auch den Pantheismus als Vorstufe des Atheismus) zu hoch bewertet?
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Offline sandhofer

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #158 on: 12. August 2012, 20.07 Uhr »
Leibniz

Leibniz hingegen mag Russell offenbar gar nicht. Ich weiss nicht, ob der "esoterische Leibniz" tatsächlich erst durch Russell bekannt geworden ist. Im 21. Jahrhundert jedenfalls ist er wohl bekannt. Im übrigen vermute ich, dass Russell Leibniz vor allem deswegen nicht mag, weil er - ganz im Gegensatz zu Spinoza - auch auf sein eigenes Wohl und sein eigenes Fortkommen bedacht war. Dass der Schuss, wie man sagt, hinten hinaus ging, war Leibniz' Pech. Dass er vor allem im deutschen Sprachraum und vor allem in der Form, die ihm Wolff gegeben hat, weiterlebte, auch. Mir will allerdings nicht scheinen, dass Leibniz nun egoistischer war als z.B. Hobbes, dem Russell dies grosszügig nachschaut.

So, das war's für den Moment.  :hi:
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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #159 on: 12. August 2012, 20.13 Uhr »
Hallo!

Du hast schon Recht bezüglich Descartes: Wie ich erwähnt habe war dieser mein Eindruck einer verstärkten Sekundärliteraturlektüre geschuldet.

Hobbes scheint mir in jedem Fall ein politischer Philosoph. Er versuchte in dieser Hinsicht ein Programm zu verwirklichen, dass ähnlich dem Descartes in epistemologischer Hinsicht entworfen wurde: Auf das einzelne zurückzugehen, Reduktion zu betreiben. So landet Descartes beim "Evidenten", Hobbes beim Menschen als der kleinsten Einheit eines politischen Ganzen. Und er findet dadurch zu einem grundsätzlich völlig demokratischen Ansatz: Indem er allen Menschen die gleichen Bedürfnisse zugesteht. Und Hobbes Konzeption ist eben auch keine des "Krieges aller gegen alle" sondern vielmehr der theoretische Versuch, genau einen solchen Krieg zu vermeiden. Dass er als Mittel dafür den absoluten Herrscher betrachtet, mutet für uns heute seltsam an, seine grundlegende Analyse aber der Gleichheit der Bedürfnisse war so richtig wie revolutionär. Nur dass wir mittlerweile die Hoffnung haben, einen solchen Krieg auch durch andere Mittel zu vermeiden.

lg

orzifar

der gespannt ist auf das Spinozakapitel bzw. auf jenes über Leibniz: Für diesen bezeichnete sich Russel ja als Experte. Und ich bin neugierig, ob Russel Leibniz gerade in bezug auf die Theodizee ebenfalls als Plagiator bezeichnen würde wie ich. Denn meines Erachtens hat er sehr viel von Spinoza und dessen Determinismus übernommen bzw. gar abgeschrieben. Die prästabilierte Harmonie verträgt sich ganz wunderbar mit Spinozas Ansicht, dass es im Grunde nichts Böses geben kann.

Ui: Da hat einer inzwischen noch zwei Postings geschrieben. Ich muss wieder aufholen ;)
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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #160 on: 12. August 2012, 20.43 Uhr »
Hallo!

Und ich bin neugierig, ob Russel Leibniz gerade in bezug auf die Theodizee ebenfalls als Plagiator bezeichnen würde wie ich. Denn meines Erachtens hat er sehr viel von Spinoza und dessen Determinismus übernommen bzw. gar abgeschrieben. Die prästabilierte Harmonie verträgt sich ganz wunderbar mit Spinozas Ansicht, dass es im Grunde nichts Böses geben kann.

Ich denke, Russell würde Dir Recht geben. Was mir bei Leibniz aufgefallen ist: Dass er diesem 4 Arten von Gottesbeweis zuschreibt, während ich bisher (ganze Monadologie und halbe Theodizee) eher den Eindruck hatte, dass Leibniz eigentlich die Existenz Gottes einfach so, unbewiesen, voraussetzt ... Da war mir nun Russell zu kurz, jedenfalls ohne Stellenbelege ...  :(

Grüsse

sandhofer
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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #161 on: 12. August 2012, 21.26 Uhr »
Was mir bei Leibniz aufgefallen ist: Dass er diesem 4 Arten von Gottesbeweis zuschreibt, während ich bisher (ganze Monadologie und halbe Theodizee) eher den Eindruck hatte, dass Leibniz eigentlich die Existenz Gottes einfach so, unbewiesen, voraussetzt ... Da war mir nun Russell zu kurz, jedenfalls ohne Stellenbelege ...  :(

Diesen Eindruck teile ich mit dir. Auf die restlichen Gottesbeweise bin ich schon gespannt, passt auch zu meiner Lektüre über den ontologischen Gottesbeweis. Röd widmet Leibniz ein recht umfangreiches Unterkapitel, mal sehen.

lg

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #162 on: 13. August 2012, 07.48 Uhr »
Na gut, vielleicht sollte ich mal den zweiten Teil der Theodizee lesen. Wenn ich nur wüsste, wann ...  ???
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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #163 on: 15. August 2012, 04.07 Uhr »
Hallo!

Was die Einschätzung bezüglich der Begrifflichkeiten betrifft, bin ich ganz auf eurer Seite: Deshalb im übrigen auch mein leises Staunen über die Geschwindigkeit, mit der du und Thomas die Ethik Spinozas gelesen habt. Ich habe das als sehr mühselig in Erinnerung, weil man eben das gesamte System erstmal internalisieren muss, um so manchem Gedankengang folgen zu können.

Eine der problematischsten Dinge bei Spinoza sind die Konsequenzen aus seinem starren Determinismus: Ich bin immer wieder erstaunt, dass Denker diesen anerkennen und trotzdem an ihrem Werk weiterschreiben (in bezug auf die Moral), obschon dieser Determinismus im Grunde jede weitere Diskussion, jede Werthaltung ad absurdum führt. Ich bin ja weder für mein Handeln verantwortlich noch in der Lage, in irgendeiner Weise Änderungen vorzunehmen (diese wären scheinbar, weil doch auch wieder streng determiniert). Deshalb kann man m. E. nach Einführung dieses Begriffs nicht mehr von Bemühen, von Tugend etc. sprechen.

Die Gottesvorstellung in bezug auf den Menschen habe ich ähnlich in Erinnerung wie Russel sie hier vorstellt: Es sind diese seltsam verqueren Gedanken, dass Gott uns liebt in und mit unserem Geiste - und dass die höchste Lebensform darin besteht, diesen Gott wiederzulieben (was das immer für eine Liebe ist, bleibt mir weitgehend unverständlich: Eine derart ungreifbare, ätherische Wesenheit, ein Irgendetwas zu lieben wird mir wohl nie gelingen; andererseits wird mir jene Liebe, die ich zu Menschen, Tieren, zur Welt empfinde madig gemacht dadurch, dass man sie als einen fast krankhaften Zustand bezeichnet und sie im Vergleich zur Gottesliebe gering erachtet. Vielleicht liegt gerade in dieser Verachtung der Welt der Keim dieser augustinischen Fühllosigkeit, die Gott zu lieben vorgibt und der es ein leichtes ist,  in dieser ihrer Liebe Menschen zu opfern und zu verachten).

Im übrigen verstehe ich nicht, was Russel damit meint, dass im Monismus jedes Subjekt nur ein Prädikat haben könne. Wodurch Russel zu dieser Folgerung kommt, will sich mir nicht erschließen.

lg

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Re: Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes
« Reply #164 on: 15. August 2012, 07.13 Uhr »
Hallo!

Für mich war Spinoza ja eine Wiederlektüre, wenn auch nach Jahrzehnten. Im übrigen merke ich, dass ich, wenn ich nicht schnell genug lese, gern den Faden verliere.

Im übrigen verstehe ich nicht, was Russel damit meint, dass im Monismus jedes Subjekt nur ein Prädikat haben könne. Wodurch Russel zu dieser Folgerung kommt, will sich mir nicht erschließen.   

In welchem Zusammenhang? Spinoza? Oder Leibniz? Ich meine, Leibniz hätte selber so etwas geschrieben, müsste aber nachlesen.

Grüsse

sandhofer
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