Hallo,
ich möchte doch noch mal zurückrudern auf Seite 124ff
"Das Ende von Etwas"
ein Gedicht, was uns alle betrifft, besonders in der heutigen schnelllebigen Zeit. Es geht um Stammkneipe von Chinaski. Hier kann man locker herumsitzen, plaudern.
"Ich kannte so gut wie keinen
aber ich sagte >>hey, hey>> und
fand alles ganz prima."Fünf Jahre war er dort Stammgast und kannte keinen? Hier drückt sich wohl eine Lebensphilosophie aus, man plaudert und ratscht umher, völlig zwanglos, einfach aus dem Leben heraus, ohne etwas mehr zu wollen (Bindungen). Das spontane glückliche Leben, eben, die Freude am Dasein.
Und nun kommt eine Wende, denn die Zeit schreitet fort. Plötzlich ist ein Fernseher in der Kneipe. Anstatt weiterhin in aller Natürlichkeit zu plaudern, sich am bescheidenen Dasein zu erfreuen, starren die Gäste auf die Glotze.
"Als sie den Fernseher
installierten, waren es
nicht mehr die Gäste, die
für Unterhaltungen sorgten.
Alkle saßen auf einen Haufen
und starrten auf den Bild-
schirm."Die Atmosphäre in der Kneipe, die Leute "kommunizieren" nur mnoch mit dem Fernseher. Für Chinaski ein Grund, abzuhauen - für immer.
Hier liegt Kritik neuartiger Kommunikationsmedien vor, die uns, so im Gedicht dargelegt, ein Stück Menschlichkeit berauben, lassen sich die Menschen doch von einem Gerät massiv beeinflussen. Dieses Gedichtr wird immer bedeutsam bleiben, denn wir finden uns in einer rasanten Entwicklung. Nicht nur der Fernseher, auch der Computer dirigiert die Welt. Nun mag man natürlich sagen und das ist durchaus korrekt, im INternet kann man doch kommunizieren wie auch in diesem Forum hier. Das ist völlig klar und ist positiv. Worüber ich mir Gedanken mache ist eben dies, ich recherchiere meist nur im INternet und gehe seltener in Bibliotheken - wenigstens lese ich noch. Chinaski will sich den modernen Entwicklungen nicht stellen und flieht lieber. Wie ist es mit uns? Auf lange Sicht wird sich noch zeigen, was für einen Einfluss der PC/das Internet auf unser Gehirn hat und die Evolution des Menschen beeinflusst. Ich hoffe positiv.
Und wenn wir uns Don Quixote anschauen, die Ritterromane haben ihn verrückt gemacht

- auch damals Kritik an Informationsmedien.
Liebe Grüße
mombour