Ach so... Ich bin ja mehr im Stadium "Essen ist der Sex des Alters" ... 
Nun ja, das Hinterhergucken von Schönheiten ist ein Hauch vom Eros, weiter nichts
Zwei Variationen der EinsamkeitUnter diesem Motto kann man die Gedichte „Wer war...? und „Nana“ betrachten.
„Wer war...? (Seite 72)
Eine Frau durchschläft sich durch Männerbetten gesellschaftlich prominenter Leute. Warum, das erfahren wir nicht. Vielleicht will oder kann sich die Frau nicht binden, oder sie wird von den Männern nur ausgenutzt. Ja, warscheinlich ist es das. Im Bett war sie gut, aber sonst....wohl einsam, denn als sie starb, kamen nicht die Prominenten an ihr Grab, sondern ihre Tante, ein Alkoholiker, ein Barkeeper....ihre wirklichen Freunde. Von den Prominenten warscheinlich nur als Sexobjekt ausgenutzt, weiter nichts, ein Gefühl der Leerheit blieb ihr zurück. Zynisch klingt das schon, wenn sie lacht, weil sie ein paar Goldplomben mit ins Grab nimmt. Was für ein trauriges Leben, stolz auf ein wenig Gold zu sein, im Leben aber wenig menschliche Wärme gehabt zu haben – keine feste Beziehung.
„Nana“ (Seite 92)
Nana wird nicht ausgenutzt, sondern sie flieht, weil sie Bindungsängste hat. Das wird deutlich gesagt.
„Ich verliere das Interesse an
einem Mann“, sagt sie, „sobald
er anfängt, was für mich zu
empfinden.“
Zwei einsame Frauen – das hätte ich Bukowski gar nicht zugetraut. Ein wenig noch vom Vorurteil erlegen, er sei auch mal derb, obszön usw. Aber wo denn?
Kommt das noch?
Na ja, soviel habe ich vom Buki noch nicht gelesen, ein paar short stories, ein paar Gedichte. Hier können wir wirklich noch was entdecken.
Mit liebsten Grüßen
an den feinsinnigen Säufer
mombour
PS: Ich weiß jetzt nicht, wo ihr im Buch weilt, hoffe aber, nicht zu schnell vorgeprescht zu sein.