Es geht auch anders
Mein Vater hielt was von
Arbeit. Auf jeden seiner Jobs
war er stolz. Manchmal hatte er
keine Arbeit. Das fand er sehr
beschämend.
Er grämte sich so, daß er
morgens aus dem Haus ging
und erst abends wiederkam
damit die Nachbarn nichts
merkten.
Mir
gefiel der Mann
von nebenan:
Der saß bloß in seinem
Gartenstuhl hinterm Haus
und warf Darts auf eine
Zielscheibe, die er auf die
Seitenwand seiner Garage
gepinselt hatte.
In Los Angeles des Jahres
1930 besaß er eine Weisheit
die selbst Goethe, Hegel
Kierkegaard, Nietzsche, Freud
Jaspers, Heidegger und
Toynbee kaum
angezweifelt hätten.
Ein "echtes" Gedicht insofern, als dass hier die Zeilenumbrüche tatsächlich auch "Sinn erzeugen". Aber es spielt m.M.n. keine Rolle, ob der Verfasser - oder auch das lyrische Ich - nun 15, 29 oder 95 Jahre alt ist. Obszönitäten habe ich vorläufig noch keine gefunden.
Eine Nacht in Las Vegas ... Die Schilderung eines Deliriums?