Wenn da nicht die merkwürdige Geschichte von der Setzung des Ich und des Nicht-Ich wäre (aber ich fange erst heute mit der ersten Version der Wissenschaftslehre an - Grundriß des Eigenthümlichen ...), könnte man Fichte durchaus als Positivisten deklarieren. Er akzeptiert zwar Gott als gegeben, überspielt aber dabei, dass Gott nicht bewiesen werden kann (und arbeitet also frei nach Voltaire: Wenn es Gott nicht gäbe, man müsste ihn erfinden), weiss, dass er hier einen Taschenspielertrick vollführt, und kommt dennoch zum Schluss, dass eine Offenbarung nie nachgewiesen werden kann. Auch in seinem Begriff der Wissenschaftslehre steckt im Grunde genommen viel Positivismus.