Ich fand es recht überraschend, dass Schiller Goethe explizit zu den sentimentalischen Dichtern rechnet.
Ja? Wie verträgt sich das mit einem Satz wie diesem:... ,denn ich läugne nicht, daß die nehmlichen Gründe, aus welchen ich die verführerischen Gemählde des römischen und deutschen Ovid, so wie eines Crebillon, Voltaire, Marmontels [….]einer Entschuldigung durchaus für unfähig halte, mich mit den Elegien des römischen und
deutschen Properz, ja selbst mit manchem verschrienen Produkt des Diderot versöhnen; denn jene sind nur witzig, nur prosaisch, nur lüstern, diese sind poetisch, menschlich und
naiv.