So, I have done my homework.
How about you?
Erledigt.

(Mal am Rande: In diesem Forum gibt es definitiv zu wenig coole Smileys!!!)
Schöne Zusammenfassung der Schlegel-Briefe, Gontscharow. Zu ergänzen habe ich nichts. Die erwähnte Herder-Schrift kenne ich leider nicht. Lohnt das?
Ob das Schlegelsche Opus nun Frühromantik oder was auch immer ist, finde ich nicht wichtig. Nicht nur Wackenroders "Ergießungen ..." erscheint in den nächsten Jahren, auch Friedrich Schlegels "Athenäum" -
die Postille der Frühromantik - steht vor der Tür. Novalis wird bald Goethes "Wilhelm Meister" verreißen und selbst Kostproben seines Könnens abliefern (Hymnen ..., H.v. Ofterdingen). Schelling und Hegel zerbrechen sich in Kürze den Kopf über den "transzendentalen Idealismus" und den "Weltgeist" (der Hegel eines Tages tatsächlich in der Gestalt Napoleons erscheint - zu Pferd in Jena). Es ist also bald einiges los - um es salopp zu formulieren.
Hängen Schiller und Goethe deshalb einem vergangenen Zeitgeist an? Oder gar einem Ideal, das es zwar in Winckelmanns und Lessings Schriften, in der Realität aber nie gegeben hat? Nüchtern betrachtet ist es wohl so. Aber wer möchte schon dauerhaft nüchtern (im Sinne von pragmatisch-realistisch) sein?
Ich erinnere mich dunkel, dass die Fortsetzung der "Naiven und sentimentalischen ..." genau diesen Aspekt aufgreifen wird und gehe deshalb nahtlos zur Dezember-Ausgabe über.