Hallo!
Eine solide, angenehm geschriebene Biographie, die allerdings diesem Namen nicht ganz verdient. Denn von den letzten 40 Lebensjahren Popper erfährt man so gut wie gar nichts, nichts von seinen Auseinandersetzungen mit den Relativisten oder den deutschen Philosophen hermeneutischer bzw. marxistischer Provenienz. Nach der Darstellung seiner Jugend in Wien und seinem kurzen Engagement in Neuseeland während des Zweiten Weltkrieges werden nur noch seine Werke referiert, leider weitgehend kritiklos. So wäre der Titel "Erste Einführung ins Werk" treffender gewesen. Trotzdem ganz angenehm zu lesen, sehr routiniert geschrieben, aber eben ein wenig farblos. Eigenartigerweise scheint es keine ausführliche Biographie Poppers zu geben, man ist auf dieses Buch (oder andere, sehr "schlanke" Bücher) zurückverwiesen. Empfehlenswerter die Autobiographie "Ausgangspunkte", von der aber natürlich keine objektive Darstellung erwartet werden kann.
lg
orzifar