Hallo!
Eine bisher sehr unterhaltsame, angenehme Lektüre. Natürlich mit den entsprechenden Kuriositäten: Ganz Galaxien sind schon in einem Reich zusammengeschlossen - man fliegt durch den Hyperraum und der Chefmathematiker zückt noch den den Rechenstab

. Ich nehme einmal an, dass die jüngeren aus dem Forum dieses Wunderwerkzeug weder kennen, geschweige denn bedienen können.
Die Anlehnungen an historizistische Entwürfe sind offensichtlich: Der Psychohistoriker Hari Seldon als Wechselbalg von Nostradamus, Hegel, Spengler und Toynbee - von Fama ausgetragen und unter Schmerzen zur Welt gebracht. Tragisch ist's ja nur, wenn jemand an diese Art der Prognostik wirklich glaubt. Ansonsten - wie in diesem Fall - kann ein unterhaltsames Buch draus werden (sehr nett auch die Anwendung des Logikkalküls auf Verträge oder Politikerreden: Und so wird wenig überraschend nach der Analyse der gesamten Besprechungen eines Diplomaten erkannt, dass dieser nichts, aber rein gar nichts gesagt habe. Carnap & Co. könnten Pate gestanden haben).
Zum anderen fehlt's dann aber wieder an Originalität: Man haut sich zukünftig am Rande der Galaxis ebenso auf den Kopf wie weiland Cherusker und Römer. Oder hat dies zumindest vor. Insgesamt aber vergnüglich, auch lehrreich, da diese Visionen genau das, was Spengler und Konsorten so genau zu wissen vorgaben, ad absurdum führen.
lg
orzifar