In meiner Teekanne habe ich schon ganze Kontinente versenkt.

Meine Ausgabe beginnt mit Jesus. Erst im zweiten Buch werden die Apostel und ihre Todesarten behandelt.
Das Ganze ist schon sehr davon bestimmt, der vergleichsweise jungen Religion Legitimation zu verschaffen. Laut Vorwort beruht die Vereinnamung des alten Testaments auf dem Versuch, dass Christentum älter als das Heidentum darzustellen. Denn je älter, je wahrer.
Eusebius beginnt auch gleich damit seine eigenen theologischen Überlegungen zu propagieren. Wieder dem Vorwort (sehr informativ, aber leider geht der Autor Heinrich Kraft von einem Vorwissen aus, das ich nicht habe) entnehme ich, dass zu Eusebius Lebzeiten die Diskussion um Jesus Wesen (ist er Mensch oder Gott) heftig entbrannte und den einen oder anderen Bischof (auch Eusebius zeitweilig) aus dem Sessel katapultierte. Daher kein Wunder, dass er auch hier die Gelegenheit nutzt Stellung zu beziehen.