Hallo!
Ich habe da in meiner Nachlässigkeit einen etwas holpernden Satz produziert, dessen Sinn unter dieser Holprigkeit gelitten haben könnte: Der Gewinn besteht für mich vor allem darin, dass materielle Dinge Zeit kosten - direkt oder indirekt. Sei es so offenkundig wie bei einem ständig klingelnden Handy oder aber auch in der Absicherung dessen, was man schon erworben hat: Ein arbeitsamer und recht betuchter Onkel von mir verbringt nicht etwa Zeit damit, diesen seinen Reichtum zu genießen, sondern in abzusichern, zu versichern, zu vergrößern - was auch immer. In jedem Fall pflegt er trotz fortgeschrittenen Alters keine Zeit zu haben (er wüsste sie wohl anders auch nicht zu nutzen), geschäftig, sorgengeplagt ist er damit ausgelastet, sich keine Chance auf Geld- und Grundstückserwerb entgehen zu lassen.
Diese Art des Lebens ist auch allgemein anerkannt: Leute tragen diese ihre Geschäftigkeit (= Wichtigkeit und Unentbehrlichkeit) wie das Allerheiligste vor sich her, sie berufen sich auf Tüchtigkeit, auf irgendeine verquere Verantwortung, welche sie zu tragen gezwungen seien (wobei man niemals weiß, wer denn einen solchen Zwang je auf sie ausgeübt habe).
Das war es ungefähr, was ich mit dem von aufeinanderfolgenden Objekten wimmelnden Satz gemeint habe. Beim Brotkauen gestehe ich nicht zu sparen, wie ich überhaupt dem Essen jene Wichtigkeit nicht zuerkenne, welche sich in den so ins Kraut geschossenen Kochsendungen unterschiedlichster Provenienz kundtut. Ich erweise der Ernährung keine sehr viel größere Aufmerksamkeit als dem Endprodukt derselben, bin leicht zufrieden zu stellen und achte einzig darauf, meinen Umfang nicht zu verdoppeln (eine Gefahr, die glücklicherweise nicht besteht).
lg
orzifar