Ach, schon werden wieder Zweifel gesät an einem Autor, den ich als echte Wiederentdeckung eingeschätzt habe.
Hm ... ich bin da schon ein wenig zurückhaltender. Wiederentdeckung - das waren für mich in den letzten beiden Jahren Hans Jürgen von der Wense und Albert Vigoleis Thelen. Perutz ist charmant und geistreich, aber nicht ganz so originell wie die beiden. Was mich nicht daran hindern soll, mehr von ihm zu lesen.
Also:
Ich wäre also für weitere Leserunden offen, manches müsste ich mir allerdings kurzfristig besorgen (4 Bücher hab ich hier).
gilt auch für mich. Nur, dass ich mir jeden Text noch besorgen müsste, da ich keinen hier habe. Auch nicht auf dem Dachboden.

[...] kann mich aber der Meinung BigBens anschließen, dass man Perutz schon zu Ende lesen sollte, weil sich so manches erst aus diesem Ende erschließt.
Das gilt auch für Ambrose Bierce

... Oder Hemingway. (Wobei einem die Lektüre von Bierce im Grunde genommen den ganzen Hemingway sparen lassen kann. Bierce kann's besser. Und weniger Macho-Gedöns hat er auch.)
jawohl, man sollte Giesbert Damaschkes Meinung nicht als absolutum mauern
Nein. Aber ich kenne Damaschke (virtuell) nun wohl schon über 10 Jahre. Er gehört definitiv zu jenen, auf deren Meinung ich höre, weil ich sie oft als mit der meinen übereinstimmend gefunden habe.
Ich habe alle Perutz-Romane gelesen. Meine Favoriten: "Die dritte Kugel", der Prager Roman (konzipert als Novellenzyklus) "Nachts unter der steinernen Brücke" und "Der schwedische Reiter". Selbst "Zwischen Neun und Neun" ist urig und rätselhaft, endet allerdings mit einem Aha-Erlebnis,Auflösung durch einen Plot, dagegen ist die "Die dritte Kugel" noch viel raffinierter und rätselhafter (ein unlösbares Rätsel).
Prager Roman, unlösbares Rätsel ... hm ...
Die dritte Kugel klingt interessant. (Vorausgesetzt, Perutz hat da nicht schon wieder von Bierce sich inspirieren lassen

. - Ich sage jetzt nicht "geklaut" ...

)