Hemingway?? Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Das Ende von "Wem die Stunde schlägt" passt etwa wunderbar zum Rest. Hemingway kann man ohne schlechtes Gewissen im Frühtau ad acta legen. In keinem Fall aber hat mich Hemingway jemals (ob nun bei vorerwähntem Roman oder bei manchen besseren Geschichten) durch das Ende überrascht.
Ich meinte nur seine Short Stories. In seine Romane habe ich mich nie verirrt. Und: Doch ja, mich jungen, 16- bis 17jährigen Spund haben seine Enden schon überrascht. Heute bin ich der Meinung, dass Bierce das ja besser konnte, damals kannte ich Bierce noch gar nicht und auch sonst wenig ...
Na ja, für Eingeweihte natürlich nicht. Ich denke da mehr an die Otto Normalverbraucher. Perutz wurde doch jahrelang kaum beachtet. Aber seitdem die gelbe dtv-Edition erschienen ist, wird er tatsächlich wieder mehr gelesen, zumindest ist das mein Eindruck aus den Foren.
Ich habe mich schlampig ausgedrückt, entschuldige. Eigentlich meinte ich nicht eine "Wiederentdeckung" sondern eine "Entdeckung", also ein neuer, mir auch nicht aus irgendwelchen Schulkanons bekannter Autor, dessen Qualität mich zu mindestens 95% überzeugt. Und das erreicht Perutz bei mir nicht. Ich habe sicherlich schon viel Schlimmeres gelesen (so gerade eben die beiden Schlussteile von Austers
New York Trilogy), aber 95% hat Perutz bei mir nicht erreicht.