Author Topic: Islamisches in der deutschen Literatur  (Read 2534 times)

Offline orzifar

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Islamisches in der deutschen Literatur
« on: 14. März 2015, 01.46 Uhr »
Hallo!

Kennt jemand deutsche Literatur (Belletristik), die sich direkt oder indirekt mit dem Islam, dem Orient beschäftigt?

Mir fiel bisher kaum etwas ein:

Stifter: Abdias (auch nicht gerade ein Volltreffer)
Raabe: Abu Telfan
Goethe: West-östlicher Divan
Ilja Trojanow: Der Weltensammler
Lessing: Nathan der Weise

Karl May? Naja ... Aber sonst? Da muss es doch mehr geben ...

Danke - lg

orzifar
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Herbert Schnädelbach: Philosophie in Deutschland 1831 - 1933
Hans Albert: Kritik des theologischen Denkens
John Irving: Owen Meany

Offline sandhofer

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Re: Islamisches in der deutschen Literatur
« Reply #1 on: 14. März 2015, 07.37 Uhr »
Bei Pückler-Muskau, aka Semilasso, müsste sich was finden lassen. Allerdings nicht Belletristik. Eventuell in den vielen Ritterromanen Fouqués?
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline Bartlebooth

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Re: Islamisches in der deutschen Literatur
« Reply #2 on: 17. März 2015, 22.56 Uhr »
Es kommt ein bisschen drauf an, was du suchst. Spontan kann ich dir Emine Sevgi Özdamar empfehlen (vor allem "Die Brücke vom Goldenen Horn"), die meines Wissens lange nichts mehr veröffentlicht hat, wenigstens keinen Roman.
Außerdem gibt es natürlich den lange unterschätzten Rafik Schami, der vor ein paar Jahren dann ja für mich etwas unerwartet zu Bestsellerehren gekommen ist.
Ganz gern gelesen habe ich seinerzeit auch Sherko Fatahs "Das dunkle Schiff", was u.a. eine islamistische Terroristenkarriere einer ausgesucht unsympathischen Hauptfigur beschreibt.
Wenn du ein bisschen genauer sagst, was du suchst, denke ich gern noch mal in diese bestimmte Richtung nach.

Herzlich, B
Thomas Piketty, Le capital au XXIème siècle
Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem

Offline orzifar

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Re: Islamisches in der deutschen Literatur
« Reply #3 on: 18. März 2015, 00.06 Uhr »
Hallo,

danke für die Hinweise. Fatah und Schami hatte ich ganz vergessen. "Genauer" kann ich es gar nicht sagen: Es geht einfach um das Thema "Islam" in der deutschen Literatur. (Das ganze dient nicht mir, sondern unserem Kindermädchen, das ihre Diplomarbeit über dieses Thema schreiben möchte.)

Also: Alles, was nur im entferntesten in dieses Schema passt, ist willkommen.

lg

orzifar
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Offline Bartlebooth

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Re: Islamisches in der deutschen Literatur
« Reply #4 on: 18. März 2015, 12.40 Uhr »
Hm, das umfasst dann eigentlich alles vom Rolandslied über Wilhelm Hauff bis heute. Hat sie denn gar keine Richtung, in die sie denkt? Soll es um die unterschiedlichen Islambilder gehen? Oder um die Wahrnehmung des Islam in einer bestimmten historischen Situation? Es sucht sich so viel leichter mit einer konkreten Fragestellung, denn der Islam bzw. der "Orient" oder das "Morgenland" gehören ja zu den grundlegenden kulturellen Topoi europäischer Geschichte, wenn auch oft als Klischee oder als Gegenbild, oft beides.

Herzlich, B
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