Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass es ein Kind zum Lesen animiert, wenn es in Klassenhorden zum Messebesuch gezwungen wird.
Ich habe am Freitag auf der Buchmesse kurioserweise einen ganz anderen Eindruck gewonnen. Kinder unter etwa 14 Jahren habe ich eigentlich kaum gesehen bis auf ein paar selig schlummernde Säuglinge, die mit ihren Eltern unterwegs waren. Schulklassen ja, aber eben eher von Jugendlichen von 14 aufwärts,“gezwungen“ zwar, aber gut gelaunt, weil dem Zwang des Klassenzimmers entronnen, und die Lehrer, wie mir schien, unerwartet gut präpariert. Davon konnte ich mich schon während der Fahrt in der vollgepfropften S-Bahn von Halle zur Messe überzeugen, wo mir einige Lehrer Einblick in ihr Unterrichtsmaterial gewährten. Es gibt spezielle Programme und ausgearbeitete Materialen für Schüler, die man sich zuschicken lassen kann…
Kinder haben mich an keiner Stelle genervt oder gestört. Weder bei Lesungen noch bei Diskussionen- mit dem wunderbaren Amos Oz (Israel ist special guest) etwa.
Übrigens ist erst heute, Sonntag, Familientag , da wird es einen Ansturm von Kindern geben. Nächstes Jahr werde ich mit meinem Enkel hinfahren (verkleidet), da ist der zwei
