Nein, eigentlich nicht, solche Familien-Querelen haben mich damals wie heute ziemlich kalt gelassen.
Aber spätestens Ende der 80er wurde immer klarer, dass in Bezug auf Gegenwartsliteratur bei Suhrkamp das Lektorat einen Einheitsbrei durchzusetzen begann. Vielleicht nicht bei den Autoren in der ersten Reihe (das weiss ich nicht, mit denen hatte ich keinen Kontakt), aber spätestens bei denen aus dem zweiten Glied. Unschön, und letzten Endes ungeniessbar. Weil dann - gefühlsmässig zumindest - die wissenschaftlich-philosophische Seite von Suhrkamp völlig auf die französischen Destrukturalisten (oder wie die Dinger hiessen, ich meine Derrida & Co.) abfuhr, konnte ich den Verlag nicht mehr brauchen...