Hallo zusammen!
Vor ein paar Tagen habe ich mit diesem Fetzen (> 850 Seiten) begonnen. Hippel war wohl Jean Pauls Vorbild, was die Digressionen - ernsthafter oder komischer Natur - betrifft. Allerdings neigt Hippel zur Langfädigkeit. Wer sich für den Text interessiert, sollte aber dazu bitte nicht bei Wikipedia zu Theodor Gottlieb von Hippel dem Älteren nachlesen. Weder ist es korrekt, dass keine Ausgabe auf dem Markt ist (ich kenne mindestens 2), noch ist der Wechsel der Perspektiven so wild, wie einem Wikipedia zu verstehen gibt. Ich bin jetzt rund auf S. 400, und es wird noch immer ein- und dieselbe Geschichte erzählt. Das erzählende Ich ist ein junger Mann, der von Kurland nach Königsberg geht, um dort zu studieren. Wenn er, wie gerade aktuell, von Dingen erzählt, denen er nicht selber beiwohnte, wird der ganz normale auktoriale Erzählstil gewählt - aber so werden eigentlich nur die Lücken gefüllt, die der Leser wissen muss, um der geradlinig fortschreitenden Geschichte folgen zu können. Mag sein, dass Hippels Stil in der zweiten Hälfte des Buches ändert, aber ein bisschen mehr Präzision könnte Wikipedia nicht schaden.
Grüsse
sandhofer