Author Topic: Der Schweizer Buchpreis 2012 ging an Peter von Matt  (Read 1844 times)

Offline sandhofer

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Der Schweizer Buchpreis 2012 ging an Peter von Matt
« on: 12. November 2012, 07.53 Uhr »
Der Schweizer Buchpreis 2012 ging an Peter von Matt für Das Kalb vor der Gotthardpost: Zur Literatur und Politik der Schweiz.

Nun ja. Man kann als Jury nicht viel falsch machen, wenn man einem 75-jährigen emiritierten Professor für Germanistik an der Uni Zürich einen Schweizer Literaturpreis zuerkennt. Insbesondere, wenn man den Schweizer Buchpreis vergibt und sich der Ex-Professor in seinem Buch mit der Literaturszene Schweiz abgibt. Insbesondere, wenn die Kritiker der NZZ das Buch ihres Rezensionskollegen schon in alle Himmel gelüpft haben. Man kann nicht viel falsch machen. Ausser natürlich: Genau das.
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline orzifar

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Re: Der Schweizer Buchpreis 2012 ging an Peter von Matt
« Reply #1 on: 12. November 2012, 17.34 Uhr »
Der Schweizer Buchpreis 2012 ging an Peter von Matt für Das Kalb vor der Gotthardpost: Zur Literatur und Politik der Schweiz.

Nun ja. Man kann als Jury nicht viel falsch machen, wenn man einem 75-jährigen emiritierten Professor für Germanistik an der Uni Zürich einen Schweizer Literaturpreis zuerkennt. Insbesondere, wenn man den Schweizer Buchpreis vergibt und sich der Ex-Professor in seinem Buch mit der Literaturszene Schweiz abgibt. Insbesondere, wenn die Kritiker der NZZ das Buch ihres Rezensionskollegen schon in alle Himmel gelüpft haben. Man kann nicht viel falsch machen. Ausser natürlich: Genau das.

Hast du schön gesagt.

lg

orzifar
Derzeitige Lektüre:

Herbert Schnädelbach: Philosophie in Deutschland 1831 - 1933
Hans Albert: Kritik des theologischen Denkens
John Irving: Owen Meany

Offline sandhofer

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Re: Der Schweizer Buchpreis 2012 ging an Peter von Matt
« Reply #2 on: 13. November 2012, 07.59 Uhr »
Ich werd's wahrscheinlich sogar lesen. Wenn auch nicht sofort. Den titelgebenden Text kenne ich ja schon. Aber von Matt soll weitere hinzugefügt haben, u.a. auch zum Thema des Deutschschweizers und seines Deutsch. Das interessiert mich ja nicht erst seit Kuno Raeber.

Im Übrigen hat von Matt im Tagesanzeiger eine postitive Seite dieser Preisverleihung angesprochen, und ich muss ihm sogar recht geben: Endlich einmal kein Roman sondern eine Essaysammlung. Damit wird die literarische Form des Essays tatsächlich wieder etwas mehr Profil gewinnen, nachdem man ja im Normalfall den Eindruck vermittelt erhält, dass ausser einer Handvoll Lyriker das literarische Leben nur von Romanciers geprägt wird.
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