Author Topic: Otto Julius Bierbaum: Die Yankeedoodle-Fahrt  (Read 5011 times)

Offline sandhofer

  • Administrator
  • *****
  • Posts: 6 766
Re: Otto Julius Bierbaum: Die Yankeedoodle-Fahrt
« Reply #15 on: 16. Oktober 2012, 20.07 Uhr »
Sodele, mein Buch ist in der Zwischenzeit angekommen.

(Meines hatte - groß gedruckt - 264 Seiten, ich wäre neugierig, wie viel der Dummheit des Herausgebers zum Opfer fiel.)

Gemäss Inhaltsverzeichnis: Von S. 105-448. Vorher und nachher noch anderes. Seitengrösse im Verhältnis zur Schriftgrösse: Ungefähr das Format der heutigen Reclamheftchen.  :hi:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline sandhofer

  • Administrator
  • *****
  • Posts: 6 766
Re: Otto Julius Bierbaum: Die Yankeedoodle-Fahrt
« Reply #16 on: 17. Oktober 2012, 07.35 Uhr »
Vorher und nachher noch anderes.

Das vorher (zwei kurze, mit irgendwas + "Fiesole" betitelt) gestern Abend noch gelesen. Locker-flockig vom Hocker. Es geht eher um Erlebnisse mit der Bahn, mit Mitreisenden als um Fiesole. Nun freue ich mich mal auf die Yankeedoodle-Fahrt. (Wenn ich Arno Schmidt wäre, würde ich, wie damals nicht nur im Frakturteil des eigentlichen Textes, sondern auch auf dem in Antiqua gesetzen Buchrücken üblich "Yankeedoodle=Fahrt" schreiben. Wobei das ganz korrekt ja auch nicht das Gleichheitszeichen war damals, sondern ein leicht schräg gestellter Doppelstrich, was auch Arno Schmidt auf seiner Schreibmaschine nicht imitieren konnte.)
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline sandhofer

  • Administrator
  • *****
  • Posts: 6 766
Re: Otto Julius Bierbaum: Die Yankeedoodle-Fahrt
« Reply #17 on: 18. Oktober 2012, 19.45 Uhr »
Das vorher (zwei kurze, mit irgendwas + "Fiesole" betitelt)

Jetzt, wo ich das Buch zur Hand habe, noch die genauen Titel: Von Fiesole nach Pasing und Blätter aus Fiesole.

Ein Ärgernis: Man hat sich nicht enblödet, die Ausgabe zu kürzen, "Unzeitgemäßes" zu streichen. Die editorische Dummheit - wahrscheinlich einem ökonomischen Hintergedanken huldigend - hat nichts genutzt: Das Buch wurde nicht gelsen.

Ich vermute, es handelt sich um solche Dinge, wie z.B. den Anfang meines 7. Kapitels, wo Bierbaum über zuerst den französischen, dann den englischen Erzfeind Deutschlands referiert, in einer - für uns Heutige - wunderlichen Mischung aus Pazifismus und deutschem Hurra-Patriotismus. Gegenüber dem Franzosen eher pazifistisch, gegenüber dem Engländer eher Kriegsgurgel. (Wobei er sich durch eine Bemerkung Kiplings provoziert fühlt, der ja nun tatsächlich ein britischer Hurra-Patriot schlimmsten Schlages war.)
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus