Hallo zusammen!
Nach den beiden Gross-Stilisten Doderer und Raeber nun mit Katherine Mansfield begonnen. Ich habe ihre Erzählungen vor ein paar Jahren schon mal gelesen. Britisches Understatement in Stil und Handlung. Der Brockhaus schwärmt:
"Ihre meisterhaften, sorgfältig strukturierten Short stories, die mit großer Einfühlungskraft, zum Teil aber auch mit bitterer Schärfe anhand von Augenblicksimpressionen Einblicke in das alltägliche Leben u.a. des wilhelminischen Deutschland und der neuseeländischen Gesellschaft ihrer Jugend vermitteln [...]" - und das zu Recht. Hier beginnt die Moderne, die Doderer und Raeber bewusst beiseite geschoben hatten.
Dass sie - so zynisch im Grunde genommen Ihre Short Stories sind - als Gurdjieff-Schülerin Heilung ihrer Lungenkrankheit suchte, irritiert allerdings. Nun, so mancher Atheist soll auf dem Sterbebett die letzten Sakramente genommen haben ...
Grüsse
sandhofer