Meine Herren, nach drei Kapiteln muss ich sagen, das ist ja köstlich! Das ist doch eine Komödie der Wirrungen, das ist Shakespeare als Roman! Zwei Prinzessinen, ein Held- wer liebt wen? Dann bringt der Held auch noch auch Versehen den Vater der einen um oder verwundet ihn zumindest schwer und die Dienerschaft ruft verzweifelt: Ja, hat denn niemand ein Kruzifix dabei? Das ist doch herrlich!
Die Dienerschaft ist eh einer elizabethanischen Komödie entschlüpft. Allein der Dialog im Kerker mit Manfred, der verzweifelt versucht, Informationen aus Holzköpfen zu ziehen.
Überhaupt Manfred, der sich jeder Situation anzupassen versucht und sich windet und dreht und gerade eben noch tobt um schon wieder einzulenken. Den muss man sich mal auf der Bühne vorstellen. Der spielt doch die ganze Zeit vor Publikum.
Walpole hält sich nicht mit langen Einleitungen auf, springt direkt ins Geschehen und treibt die Handlung fast schon im Schweinsgalopp voran. Bin gespannt, ob er das bis zum Ende durchhält.