und anderswo ...
Hallo!
Weil ich gerad in einem andern Forum mal wieder darüber gestolpert bin, dass ein Held mit privaten Problemen in einem Krimi so hochgelobt worden ist (eine Heldin im vorliegenden Fall, um genau zu sein, wie das ja sowieso Mode ist): Ich will, wenn ich denn schon sog. U-Literatur lese, keinen Helden mit einem psychischen Knacks. Ich will einen Old Shatterhand, der genau weiss, was gut und was böse ist, einen unfehlbaren und arroganten Sherlock Holmes oder Hercule Poirot mit ihrer unerreichbaren Intelligenz, einen John Carter, Gentleman of Virginia, der mit der blossen Faust doppelt so grosse grüne Marsmenschen umnieten kann. Wenn ich gebrochene Helden will, lese ich Jean Paul - der kann es nämlich besser als Wallander & Co. Und die Ermittlerin, die darunter leidet, dass sie als Kind vom Vater und später von ihrer Lebenspartnerin regelmässig vergewaltigt wurde, und die nun deswegen asozial und bindungsunfähig ist, ist mittlerweile derart zum Klischée degeneriert, dass ich den Macho Holmes bei weitem bevorzuge.
Ich glaube, ich werde eine Leserbriefkampagne lancieren.
Grüsse
sandhofer