Hallo,
Ideologisch wird China die Welt nie erobern. Klar. Was ich meine, wenn wir, d.h. Deutschland, chinesische Waren importieren, unterstützen wir eine kommunistische Diktatur. In diesem Dilemma stecken wir. Und was wir bekommen ist bedenkliches Kinderspielzeug, welches Gift in unsere Kinder streut, und dann vergiftete Babylätzchen (
hier). Und Plagiate – der Smart- haha (
hier)– schließlich haben skrupelose chinesische Wirtschaftler eigene Babies durch vergiftetes Milchpulver in den Tod getrieben (
hier ). Das ist eine verkorkste Wirtschafterei.
Was ich sagen will. In der chinesischen Wirtschaft krankt Arges. Hier muss einiges verbessert werden, mehr Verantwortung, mehr Ethik, genauso wie im internationalen Bankwesen, welches uns die Krise beschert hat.
Es ist etwas faul im Staate Erdkugel.
Wir können nur hoffen, dass sich der Kommunismus in China im Laufe des 21. Jahrhunderts von selbst erledigt, dass dort geistig verkrampfte Mauern fallen wie die Steinmauer in Berlin. Das wirkliche Dilemma was wir haben ist, wir müssen weiterhin in China einkaufen, auch wenn die Krampfmauer steht, denn ausgrenzen darf man so ein Land nicht. Wie es Barack Obama auf diplomatischem Wege macht, ist natürlich richtig.
Das chinesische Theater auf der letzten Frankfurter Buchmesse erspare ich mir hier, das haben wir noch in guter Erinnerung. Ich habe mich allerdings gefragt, ob es bereits geistige Zensur ist, wenn ich mich weigere, Bücher von chinesischen Schriftstellern zu lesen, die Mitglied im dortigen Schriftstellerverband sind.
Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, als Feind Chinas aufzutreten, möchte nur Gedanken formulieren, die mir im Kopf kreisen. Wenn China immer mehr wirtschaftlichen Einfluss gewinnt, sind wir automatisch dazu aufgefordert, uns mit diesem Land zu beschäftigen, genauso wie es heute ratsam ist, sich mit dem Islam auseinandersetzten.
Wenn es keine Romane gäbe, würde ich vielmehr Literatur zur Historie lesen.

@finsbury: Wenn ich mich mit Mao beschäftigen möchte, werde ich zuerst auf Salisbury zurückgreifen, gerne auch mal einen regimekritischen Roman. Vielen Dank für die ausführliche Darstellung.
Liebe Grüße
mombour