Hallo!
Ich sehe, was Du meinst. Das mit der Einleitung meinte ich mehr oder weniger mit meiner Anspielung auf Musil.
Ja, das habe ich auch so verstanden. - Es ist schon verständlich, dass jemand, der sich mit der Monarchie auseinandersetzt, Musil zitiert: Aber irgendwie wirkt's schließlich auch banal, eine Erwähnung hätte es auch getan. Andererseits - wer weniger Bücher über die betreffende Zeit gelesen hat, wird sich daran nicht stoßen. Vielleicht werde ich noch etwas zum Buch schreiben, allerdings will das Leben, das ich nach Möglichkeit immer vor die Tür zu verbannen suche, mir derzeit die rechte Muße nicht gönnen (nebst selbstverschuldeten Dummheiten, die dann eine gebrochene Rippe nach sich ziehen

).
Auch Deine weitere Kritik kann ich nachvollziehen, wüsste aber nicht, wie die Kraut und Rüben zu vermeiden wären. Aber wahrscheinlich bin ich deshalb kein Historiker geworden, weil mir die Geschichte immer mal wieder wie Kraut und Rüben vorkommt...
Ich glaube schon, dass dies möglich gewesen wäre. (Und ja, ich habe Geschichte studiert, das vorgebliche Durcheinander hat mich nicht abgehalten.) Aber sicher wäre dann der Umfang ein anderer gewesen. Etwa dadurch, dass man den sozialgeschichtlichen Aspekten größere Kapitel gewidmet hätte, zeitlich gegliedert, unterteilt in Klassen. Die Quellenlage hätte das sicher hergegeben (wie ich von einer sich hinziehenden Dissertation in der Familie weiß), aber davon raten Verlage ab (Leidinger erwähnt dies ja auch irgendwo). So wechselt das Thema ständig - und häufig dann, wenn ich gerade Lust auf mehr gehabt hätte. Aber das ist natürlich ein Jammern auf relativ hohem Niveau, es ist ja keineswegs so, dass mir das Buch nicht gefällt. (Und einiges hat wohl die hohe Erwartungshaltung zu dieser Jammerei beigetragen.)
lg
orzifar