Author Topic: Werkausgaben  (Read 3419 times)

Offline sandhofer

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Werkausgaben
« on: 05. September 2016, 19.42 Uhr »
Ich mag Werkausgaben, aber im Moment habe ich mich daran "überlesen". Ich besorge mir aktuell nur noch Einzelausgaben, meist antiquarisch, weil es sie neu nicht gibt. Es ist, wie wenn man die gregorianische Chormusik verlässt und in die barocke Polyphonie eintaucht...
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline sandhofer

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Re: Werkausgaben
« Reply #1 on: 12. September 2016, 19.31 Uhr »
Langsam gerate ich sowieso durcheinander, und weiss ohne Notizen nicht mehr, wer nun was zu einem bestimmten Thema geschrieben hat...
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Offline orzifar

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Re: Werkausgaben
« Reply #2 on: 13. September 2016, 05.11 Uhr »
Hallo!

Neben finanziellen Überlegungen kaufe ich Werkausgaben eigentlich nur bei Autoren, die ich auch wirklich samt und sonders lesen möchte. Das ist bei sehr wenigen der Fall, eher noch bei Schriftstellern als bei Philosophen. Deshalb stehen bei mir tausende von antiquarisch erworbenen Einzelausgaben, wobei dann das eine zum anderen führt (wie anders soll man denn auch seine Literatur auswählen, vor allem bei Sach- und Fachbüchern).

lg

orzifar
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Offline sandhofer

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Re: Werkausgaben
« Reply #3 on: 14. September 2016, 12.20 Uhr »
Hallo!

Im Prinzip handhabe ich das ja ähnlich. Jedenfalls heute. Aus meiner Studienzeit habe ich allerdings noch welche, die ich (antiquarisch) auf Vorrat gekauft habe. So habe ich nach wie vor nicht den ganzen Schiller, Kleist oder gar Goethe gelesen...

Grüsse

sandhofer
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Offline orzifar

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Re: Werkausgaben
« Reply #4 on: 15. September 2016, 05.42 Uhr »
Hallo!

Ja, einige antiquarische Gesamtausgaben habe ich auch (Goethe und Schiller natürlich, dazu noch Lessing oder Wieland, auch eine Hebbel-Ausgabe, einen Shakespeare etc.). Aber ich zweifle gerade daran, ob ich auch nur von einem der Genannten wirklich alles gelesen habe. Ähnlich bei Philosophen, wobei ich wenig Gesamtausgaben besitze (Schopenhauer, Nietzsche, Bloch, allerdings keinen Kant, den besitze ich in sehr unterschiedlichen Ausgaben und ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich alles habe). Hätte ich das nötige Kleingeld (um den Dachboden zur Bibliothek auszubauen und die Bücher zu kaufen), würde ich dem Umstand der nicht vorhandenen Werkausgaben vielleicht abhelfen. Andererseits - will ich wirklich den ganzen Schelling oder Fichte oder Dilthey - während es von vielen von mir geschätzten Denkern solche Ausgaben gar nicht gibt (Schlick oder Carnap oder Mach oder ... das kann man sich ohnehin nur zusammenkaufen).

Ich frage mich gerade, ob ich überhaupt von einem Autor alles gelesen habe: Vielleicht von Thomas Bernhard (der aber in meiner Achtung sukzessive gesunken ist - wie etwa Hesse - und von dem ich mir mit Sicherheit keine Werkausgabe mehr anschaffen würde) ... oder aber mir fallen auf die Schnelle die Autoren gar nicht ein, die ich samt und sonders gelesen habe (von Dostojewski kenne wahrscheinlich auch alles, vielleicht von Joseph Roth, bei Doderer bin ich mir nicht sicher, könnte aber sein, Canetti vielleicht noch, der ja nicht übermäßig viel geschrieben hat).

lg

orzifar
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Offline sandhofer

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Re: Werkausgaben
« Reply #5 on: 16. September 2016, 07.56 Uhr »
Hallo!

Gesamtausgaben, im Sinne von sämtlichen Werken, habe ich auch nur wenige. Das meiste sind ja sowieso immer Auswahlausgaben. Viele Werkausgaben brauche ich heute als Nachschlagewerke, wenn in einem Text Zitate zu finden sind, deren Kontext ich heraussuchen will, oder in einem Vorwort / Nachwort / Kommentar auf Verbindungen zu einem andern Autor / Werk hingewiesen wird.

Grüsse

sandhofer
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Offline orzifar

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Re: Werkausgaben
« Reply #6 on: 09. Oktober 2016, 07.56 Uhr »
Hallo!

Vielleicht eine Definitionsfrage. Unter Werkausgaben habe ich immer sämtliche Werke inklusive eines kritischen Apparates verstanden. Das würde mich - v. a. bei Philosophen - häufig interessieren, allerdings sind diese Ausgaben jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten (bzw. jenseits dessen, was ich für Bücher auszugeben bereit bin). Zumeist kostet einer dieser Bände mehr als 100 Euro - und bei zumeist zweistelliger Bandzahl ist mir das einfach zu viel (manchmal sind Einzelbände auch nicht mehr neu erhältlich und kosten unanständige Summen - wie hier bei Schlick).

lg

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Re: Werkausgaben
« Reply #7 on: 11. Oktober 2016, 19.48 Uhr »
Hallo!

Hm... Nach dieser Definition besitze ich auch keine Werkausgaben. Ein paar meiner "Werkausgaben" sind zwar kommentiert, auch ansatzweise kritisch - aber so richtig voll und ganz? Nein. Da reicht meine Brieftasche auch nicht hin.

Grüsse

sandhofer
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