Author Topic: Arno Schmidt: Zettel's Traum  (Read 3427 times)

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Arno Schmidt: Zettel's Traum
« on: 08. September 2014, 13.20 Uhr »
Gestern mit Arno Schmidts "Zettel's Traum" begonnen. Pagenstecher, diese ältliche Plaudertasche, fängt auf den ersten 15 Seiten schon an, alle zu nerven. Den Leser inklusive...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #1 on: 09. September 2014, 07.07 Uhr »
Irgendwie scheint mir Pagenstecher der Frauenmanipulierer zu sein, der Schmidt so gern gewesen wäre...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #2 on: 11. September 2014, 18.52 Uhr »
Eigentlich eine dieser pseudo-gelehrten Abhandlungen, in denen Schmidt seine Etym-Theorie zu beweisen versucht. Diesmal am Beispiel von Edgar Allan Poe. Und eine Art Liebesgeschichte kommt auch vor. Das Ganze aber zu breit ausgewalzt ...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #3 on: 12. September 2014, 19.29 Uhr »
Wir drehen uns im Kreis, lieber Arno Schmidt, wir drehen uns im Kreis ...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #4 on: 14. September 2014, 20.42 Uhr »
Schmidt hat in ZETTEL'S TRAUM gleich zwei alter Ego untergebracht: Den Etym-Erfinder Pagenstecher und den mit einer halben Hexe verheirateten und von Übersetzungs-Arbeiten lebenden Paul. Im übrigen wird etymisiert, was das Zeug hält. Pagenstecher hat schon durch seine Etyme bewiesen, dass Poe ein Voyeur war; ich fürchte, er will ihm noch mehr nachweisen. Wenn ich nur wüsste, ob Schmidt seine ganze Etymogeleien ernst genommen hat oder nicht ...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #5 on: 15. September 2014, 18.57 Uhr »
Und bei aller gesuchter und gewollter Modernität: Das Erzähltempo riecht noch immer nach der Langsamkeit der 50er Jahre. Schmidt umkreist die Details wie der Wolf seine Beute...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #6 on: 16. September 2014, 21.32 Uhr »
Mir will mehr und mehr scheinen, dass wir hier in eine tragische Liebesgeschichte schlittern...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #7 on: 22. September 2014, 18.59 Uhr »
Tragisch ist in gewissem Sinne auch Arno Schmidt selber. Jedenfalls literaturgeschichtlich gesehen. Der letzte der Expressionisten. Ein Dreivierteljahrhundert zu spät geboren ...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #8 on: 23. September 2014, 20.46 Uhr »
Schade. Die Geschichte kommt wirklich nicht voran ...  :(
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #9 on: 26. September 2014, 20.34 Uhr »
Bis jetzt denke ich nicht, dass man ZETTEL'S TRAUM wirklich gelesen haben muss. Die Geschichte ist zäh wie Mus, und der Erzählstil nach 50 Seiten langweilig...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #10 on: 29. September 2014, 20.46 Uhr »
Über weite Strecken reine Pornografie. Nicht, dass ich prinzipiell was gegen Pornografie hätte, aber als Meisterwerk eines berühmten deutschen Autors ... das will mir doch etwas heftig erscheinen ...
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #11 on: 02. Oktober 2014, 23.01 Uhr »
So, fertch. Schmidt hätte ca. 2/3, also rund 1'000 Seiten sparen können. Sowohl seine Etymogeleien wie seine Liebesgeschichte hätten trotzdem, genau so gut, funktioniert.
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Re: Arno Schmidt: Zettel's Traum
« Reply #12 on: 13. Oktober 2014, 08.50 Uhr »
Und nun auch im Blog ein paar Worte über Schmidts Überbuch verloren...
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