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Gemeinsam Lesen => Leserunden => Topic started by: orzifar on 16. September 2012, 02.50 Uhr
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Genazino ... Genazoni ... da war doch was ... Stimmt! Nach der Lektüre von Ein Regenschirm für diesen Tag wollte ich schon längst mal was anderes von ihm lesen. Der Regenschirm war nämlich auch so übel nicht. Danke für die Erinnerung!
Schnapp dir die Abschaffel-Trilogie (ich bin erst am Anfang des zweiten Teiles) und wir lesen sie gemeinsam fertig. Bei deiner Geschwindigkeit hast du mich ohnehin bald eingeholt.
lg
orzifar
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Schnapp dir die Abschaffel-Trilogie (ich bin erst am Anfang des zweiten Teiles) und wir lesen sie gemeinsam fertig.
Weisst Du, wieviel hier noch herumliegt und gelsen werden will? Na gut, ich werd' schauen ...
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Mit Internet heutzutage: kein Problem. Die Trilogie ist bestellt. ;)
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Mit Internet heutzutage: kein Problem. Die Trilogie ist bestellt. ;)
Und angekommen ... ;D
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Mit Internet heutzutage: kein Problem. Die Trilogie ist bestellt. ;)
Und angekommen ... ;D
Na dann. Ich bin auf Seite 220. Und es ergeht mir ganz ähnlich wie bei der Neuerscheinung: Abzüglich der Passagen bezüglich Oralverkehr finde ich es äußerst lesenswert, allerdings wünschte ich mir eben jeden Erguss Abschaffels nicht miterleben zu müssen.
lg
orzifar
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Ich bin auf Seite 220.
Meinst Du die dtv-Ausgabe der Trilogie, die ich auch habe? Dann wäre das schon mehr als ein Drittel ... :o ;D
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Ich bin auf Seite 220.
Meinst Du die dtv-Ausgabe der Trilogie, die ich auch habe? Dann wäre das schon mehr als ein Drittel ... :o ;D
Ja, ich sagte doch, du musst aufholen :). Glaub mir - du schaffst es.
lg
orzifar
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Ich werd's versuchen. Im Moment will aber Mercks Briefwechsel zu Ende gelesen sein.
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So, das erste Dutzend Seiten oder so in Abschaffel wäre gelesen. Erinnert mich sehr an Richtartz' Büroroman ... Nur, dass Abschaffel weiss, was er tut.
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Wo bist Du jetzt genau, orzifar? Ich stecke ca. Mitte von Band 2.
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Ich bin auf Seite 350. Immer noch dasselbe: Herrliche Nabelschau, genaue Beobachtungen, grausamer Büroalltag, zu viel Fortpflanzung. Wie geht's dir mit dem Buch?
lg
orzifar
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Hallo!
In etwa genau so. Ich bin aber nicht ganz so weit ....
Grüsse
sandhofer
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Hallo!
Im Moment diskutiert unser Held gerade im Bett die elementaren Fragen zu den Unterschieden Männlein-Weiblein. Als Diskussion so sinnlos, wie Abschaffels Existenz als solche ...
Grüsse
sandhofer
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Hallo!
Ich bin nun Mitte des letzten Teiles, den ich bislang für den besten halte. Die Innenansichten eines sehr genauen Beobachters, eines hypersensiblen, leicht neurotischen Menschen, der sich seiner Absonderlichkeiten ein wenig mehr bewusst ist als seine Umwelt. Eigentlich ist das eine fortgeschriebene Jugendlichkeitsattitüde. Der Heranwachsende, der sich erstmals Fragen über die Welt stellt, dem auffällt, dass die gerühmte und selbstverständliche Willensfreiheit einen veritablen Pferdefuß hat, der das eigene und fremde Verhalten analysiert, seltsam findet und schlicht feststellt, dass der Schein der Welt trügt und es nur wenig Gewissheiten gibt. Und anfangs glaubt, er sei der einzige auf dieser Welt, dem all das bewusst wird.
Später verliert sich dies alles: Zum einen ist man ganz und gar nicht allein, was diese Erkenntnisse anlangt, zum anderen aber tritt das Leben heran und verhindert eine allzu intensive Nabelschau. Bleibt aber dieses herantretende Leben außen, wird es nicht integriert, seine Problematiken nicht internalisiert, so bleibt auch das Fremdsein. Und man wird zum Abschaffel, einem, der dann tatsächlich relativ einsam ist mit seinen Gedanken (allerdings hinwiederum nicht so allein, wie er sich das gemeinhin vorstellt). Diese fortgesetzte Erkenntnis des Banalen, Ridikülen, Seltsamen, das Ungenügen an sich selbst und der Welt, die ständig spürbare Tatsache latenter Unzufriedenheit, Leere, Sinnlosigkeit, ist im Abschaffel großartig dargestellt, schonungslose Langeweile eines Lebens, das man nur deshalb nicht beendet, weil der Aufwand zu groß ist.
Mir scheint auch die sprachliche Fertigkeit des Autors von Teil zu Teil größer zu werden. Hatte ich im ersten Teil noch manchmal den Eindruck, dass manches ein wenig holpert, mühsam wirkt, so verliert sich dieser Eindruck zusehends. Lesenswert - und sehr viel besser als mein Erstversuch mit "Das Licht brennt ein Loch in den Tag".
lg
orzifar
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Hallo!
Ich bin nun Mitte des letzten Teiles, den ich bislang für den besten halte.
Das höre ich gern. Im Moment bin ich so ca. auf S. 250 und habe das Gefühl, dass Abschaffel sich im ewig Gleichen suhlt. Das erste Buch ist wirklich nur so durchgeflutscht; aber jetzt habe ich einen Hänger. Semper idem ...
Grüsse
sandhofer
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Hallo!
Ich bin nun Mitte des letzten Teiles, den ich bislang für den besten halte.
Das höre ich gern. Im Moment bin ich so ca. auf S. 250 und habe das Gefühl, dass Abschaffel sich im ewig Gleichen suhlt. Das erste Buch ist wirklich nur so durchgeflutscht; aber jetzt habe ich einen Hänger. Semper idem ...
Ich bin jetzt durch. Naja, wie du schon nach 250 Seiten zu bemerken geruhtest: Das Ding hat seine Längen. Zwar gekonnt gemacht, aber auf die Dauer denn doch ermüdend. Vielleicht kein Zufall, dass seine Bücher in der Folge kaum mehr als 200 Seiten hatten. Wirklich viel Neues passiert nicht mehr (nun gut - das ist auch nicht nötig und kein Qualitätsmerkmal - im Gegenteil: Ich war ausnehmend froh, dass Genazino auf einen "Schluss" verzichtete), aber ansonsten dreht man sich doch oft im Kreis. Wenigstens wurde die Zahl der Beschlafungen reduziert.
lg
orzifar
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Vielleicht kein Zufall, dass seine Bücher in der Folge kaum mehr als 200 Seiten hatten.
Nun ja - pro Buch sind wir hier ja auch unter 200, oder?
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Hier (http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=1726) übrigens meine Meinung zum ersten Teil der Trilogie ... :yodel:
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Das zweite Buch irritiert mich gerade. Da hat Abschaffel eine Freundin - und verliert sie wieder. OK - das ist der Lauf des Lebens und passt eigentlich sehr gut zum Menschentyp, den Abschaffel vertritt. Aber was soll diese Krankheit. Nicht nur, dass er plötzlich krank ist. Er hat offenbar etwas, das für einen knapp 30jährigen Mann sehr ungewöhnlich ist, weil diese Art Knochenschwund meist nur 60jährige Frauen betrifft. Das passt nicht zu Abschaffel, finde ich. ???
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Da ging's mir ähnlich. Andererseits ist es im Grunde egal, was dem guten Abschaffel widerfährt: Es dient ihm zur Introspektion. Im letzten Teil sitzt er dann schließlich bei seinem Analytiker in der Klinik. Was schlimm klingt, ist so tragisch nicht. Die Monologe haben bloß einen anderen Hintergrund.
lg
orzifar
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Band 3 ist ja wieder bedeutend interessanter. Abschaffel zur Kur ist neu. Und daher interessanter als Abschaffel in Frankfurt, den wir schon hatten. Und gebumst wird fast gar nicht. Und schon kaum explizit. >:D