Autor Thema: Michel de Montaigne: Essais  (Gelesen 511 mal)

Offline sandhofer

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Michel de Montaigne: Essais
« am: 28. Mai 2020, 06.58 Uhr »
Hallo zusammen!

Gestern - nein vorgestern, heute ist ja schon morgen - habe ich meine Ausgabe der Essais hervorgesucht und zu lesen angefangen. Ich bin noch nicht sehr weit. Die ersten Essais sind ja relativ uninteressant, weil sehr allgemeine moralische Histörchen.

Ich glaube, orzifar, Du hast hier oder im Blog einmal geschrieben, dass man die Essais nicht am Stück lesen kann oder soll. Ich werde wohl genau das machen, weil ich nicht anders kann. Einzelne Essais herauszupicken, widerstrebt meinem ganzen Gefühl...

Grüsse

sandhofer
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Offline sandhofer

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Re: Michel de Montaigne: Essais
« Antwort #1 am: 29. Mai 2020, 07.52 Uhr »
Ich lese auf Französisch, mehr oder weniger in der Original-Orthographie der Zeit. Es geht also recht langsam...  lvw
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Offline Dostoevskij

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Re: Michel de Montaigne: Essais
« Antwort #2 am: 29. Mai 2020, 13.20 Uhr »
Moin, Moin!

Ich lese auf Französisch, mehr oder weniger in der Original-Orthographie der Zeit. Es geht also recht langsam...

Was auch immer langsam bei dir bedeutet. ;D
-- 
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Offline sandhofer

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Re: Michel de Montaigne: Essais
« Antwort #3 am: 29. Mai 2020, 21.38 Uhr »
Was auch immer langsam bei dir bedeutet. ;D

Was willst Du mir damit sagen?  ;D
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Offline orzifar

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Re: Michel de Montaigne: Essais
« Antwort #4 am: 30. Mai 2020, 02.12 Uhr »
Was auch immer langsam bei dir bedeutet. ;D

Was willst Du mir damit sagen?  ;D

Dass du die einzig mir bekannte Person bist, die Hegels "Phänomenologie" in vier Tagen liest?  ;D - Als ich den Montaigne "am Stück" lesen wollte hatte ich den Eindruck, einfach nur eine relativ ungeordnete Folge von Sentenzen, Vergleichen, Geschichtchen zu lesen (die, wenn sie nicht historisch eingeordnet werden können, etwas von einer Telefonbuchlektüre hatten). Ich wusste auch kaum noch, was ich einige Tage zuvor gelesen hatte, es war mir unmöglich, einen roten Faden zu finden, der die Essais zu einem länger bleibenden Leseeindruck verdichtet hätte. Kann man die Sudelbücher in einem Zug lesen? Ich glaube, dass (ich) diesen Werken durch eine solche Lektüre unrecht tun würde.

lg

orzifar
Derzeitige Lektüre:

Marcel Proust: Die wiedergefundene Zeit
Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums. Die Spätantike.
----------------------------------------------------
Matthias Glaubrecht: Das Ende der Evolution. Der Mensch und die Vernichtung der Arten.
Richard Wrangham: Bruder Affe. Menschenaffen und die Ursprünge menschlicher Gewalt.
Timm Koch: Das Supermolekül. Wie wir mit Wasserstoff die Zukunft erobern.
Maryanne Wolf: Schnelles Lesen, langsames Lesen

Offline sandhofer

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Re: Michel de Montaigne: Essais
« Antwort #5 am: 02. Juni 2020, 08.18 Uhr »
Dass du die einzig mir bekannte Person bist, die Hegels "Phänomenologie" in vier Tagen liest?  ;D

Ich habe ja jetzt Zeit dafür. Der Haushalt braucht meist nicht mehr als 1/2 Tag pro Woche. Also kann ich am Nachmittag lesen.


Als ich den Montaigne "am Stück" lesen wollte hatte ich den Eindruck, einfach nur eine relativ ungeordnete Folge von Sentenzen, Vergleichen, Geschichtchen zu lesen (die, wenn sie nicht historisch eingeordnet werden können, etwas von einer Telefonbuchlektüre hatten).

Das ist so. Aber das ist auch so, wenn ich nur von Zeit zu Zeit einen Essai lese?

Ich wusste auch kaum noch, was ich einige Tage zuvor gelesen hatte, es war mir unmöglich, einen roten Faden zu finden, der die Essais zu einem länger bleibenden Leseeindruck verdichtet hätte.

Das ist so. Aber das ist auch so, wenn ich nur von Zeit zu Zeit einen Essai lese?

Kann man die Sudelbücher in einem Zug lesen?

Ich habe leider hier nur eine Auswahl daraus. Sonst würde ich den Test machen.  ;D

Grüsse

sandhofer
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Offline orzifar

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Re: Michel de Montaigne: Essais
« Antwort #6 am: 03. Juni 2020, 04.51 Uhr »
Als ich den Montaigne "am Stück" lesen wollte hatte ich den Eindruck, einfach nur eine relativ ungeordnete Folge von Sentenzen, Vergleichen, Geschichtchen zu lesen (die, wenn sie nicht historisch eingeordnet werden können, etwas von einer Telefonbuchlektüre hatten).

Das ist so. Aber das ist auch so, wenn ich nur von Zeit zu Zeit einen Essai lese?

Ich wusste auch kaum noch, was ich einige Tage zuvor gelesen hatte, es war mir unmöglich, einen roten Faden zu finden, der die Essais zu einem länger bleibenden Leseeindruck verdichtet hätte.

Das ist so. Aber das ist auch so, wenn ich nur von Zeit zu Zeit einen Essai lese?


 ;D - definiere von "Zeit zu Zeit". Das war es, worauf ich hinauswollte: Es schien mir "schwierig" (in diesem Zusammenhang ein Euphemismus) 100 oder mehr Seiten pro Tag zu lesen. Wobei: Bei den Essais mag das noch hingehen, wenn ich das bei der Phänomenologie versuche, scheitere ich schon deshalb, weil ich oft minutenlang an zu dechriffrierenden Sätzen sitze. - Ich habe im übrigen den Montaigne seit meiner Lektüre von Bakewell immer hier liegen (das sind mittlerweile über zwei Jahre - und das ist dann sicher nicht das, was du als von "Zeit zu Zeit" bezeichnen würdest ;)).

lg

orzifar
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Offline sandhofer

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Re: Michel de Montaigne: Essais
« Antwort #7 am: 04. Juni 2020, 06.15 Uhr »
Das war es, worauf ich hinauswollte: Es schien mir "schwierig" (in diesem Zusammenhang ein Euphemismus) 100 oder mehr Seiten pro Tag zu lesen. Wobei: Bei den Essais mag das noch hingehen, wenn ich das bei der Phänomenologie versuche, scheitere ich schon deshalb, weil ich oft minutenlang an zu dechriffrierenden Sätzen sitze.

Ich habe als Student in einem Hauptseminar über Bonaventuras "Nachtwachen" von einer Kommilitonin den Hinweis auf Fichtes Wissenschaftslehre erhalten und für den ganzen langen Rest des Semesters ungefähr das getan, was Du hier erzählst. Jahre später bei Hegels Rechtsphilosophie nochmals dasselbe. Ich bin nach meinem zweiten Anlauf zum Schluss gekommen, dass ich entweder für solche Texte zu dumm bin, oder dass hinter solchen Sätzen tatsächlich - nichts steckt. Deswegen lese ich Hegel eigentlich schon gar nicht mehr, und wenn, dann ohne mir noch über unverständliche Sätze den Kopf lange zu zerbrechen.

Die Essais sind eine andere Geschichte. Da bin ich tatsächlich einer, der so eine Sammlung einigermassen rasch hintereinander wegliest, weil ich - kaum ist ein Essais beendet - nur rasch anlesen möchte, wie der nächste anfängt, dann wissen, wie es weitergeht - und so bin ich plötzlich auch mit dem nächsten fertig. Stopps gibt es nur, wenn ich etwas überlegen oder nachlesen will.
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Offline sandhofer

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Re: Michel de Montaigne: Essais
« Antwort #8 am: 05. Juni 2020, 07.48 Uhr »
Ups....

Ich habe ja jetzt Zeit dafür. Der Haushalt braucht meist nicht mehr als 1/2 Tag pro Woche.

Da habe ich geblufft. Gemeint war, wie ja der Nachsatz suggerierte, 1/2 Tag pro Tag. Also in etwa 50% meiner Zeit.
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Offline sandhofer

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Re: Michel de Montaigne: Essais
« Antwort #9 am: 06. Juni 2020, 06.02 Uhr »
Buch I habe ich im Blog eingestellt. Ist ja auch das schmalste der drei Bücher.  :angel: lvw
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