Autor Thema: Hermann Broch: Die Schlafwandler  (Gelesen 265 mal)

Offline sandhofer

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Hermann Broch: Die Schlafwandler
« am: 29. Januar 2019, 19.33 Uhr »
Hallo!

Irgendwie ist diese Trilogie an mir vorübergegangen, und ich habe mich erst neulich wieder an sie erinnert. Jetzt stecke ich in der Mitte vom ersten Roman ("Pasenow oder die Romantik"). Klingt, obwohl Broch m.W. Österreicher war, sehr wie Fontane, spielt auch im Preussen von 1888. Doch bei aller Ähnlichkeit im Plot und im Tonfall, führt Broch seine Figuren doch anders als Fontane. Er lässt - trotz Ich-Erzählers - den Leser die Welt letzten Endes nur durch die Brille des Lieutenant Pasenow sehen. Ich bin jetzt ziemlich genau in der Mitte des Romans, und er gefällt mir gut.

Grüsse

sandhofer
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Offline orzifar

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Re: Hermann Broch: Die Schlafwandler
« Antwort #1 am: 29. Januar 2019, 23.26 Uhr »
Hallo!

Die Schlafwandler habe ich vor sehr langer Zeit mal gelesen (sogar zwei Mal - wenn ich mich recht erinnere; die Erzählperspektive wechselt mit den Teilen aber völlig, in den Teilen "Esch" und "Hugenau" ändert sich Sprache und Darstellung - immer mit dem Vorbehalt der lange zurückliegenden Lektüre), mit dem "Tod des Vergil" bin ich hingegen gar nicht klar gekommen. Broch ist ein wahrer Jünger Freuds gewesen und das hat meine Lust auf seine Bücher in späteren Jahren ein wenig eingeschränkt (eine Jüngerschaft, die man auch spürt).

lg

orzifar
Derzeitige Lektüre:

Marcel Proust: Die Welt der Guermantes
Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums. Die Frühzeit.
------------------------------------------------------
Frank Trentmann: Die Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute
Harald Stelzer: Eine Kritik der kommunitaristischen Moralphilosophie
Günther Stoll, Rüdiger Vaas: Spurensuche im Indianerland. Exkursionen in die Neue Welt.
Richard Dawkins: Forscher aus Leidenschaft. Gedanken eines Vernunftmenschen
Marcel Bayer: Flughunde

Offline sandhofer

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Re: Hermann Broch: Die Schlafwandler
« Antwort #2 am: 30. Januar 2019, 18.43 Uhr »
Hallo!

die Erzählperspektive wechselt mit den Teilen aber völlig, in den Teilen "Esch" und "Hugenau" ändert sich Sprache und Darstellung

Müsste es eigentlich. Denn im Ton vom "Romantik"-Roman über "die Anarchie" zu schreiben, wäre wohl entweder ein Unding oder eine Parodie, deren Glücken oder Missglücken auf Messers Schneide stünde.

Grüsse

sandhofer
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Offline sandhofer

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Re: Hermann Broch: Die Schlafwandler
« Antwort #3 am: 31. Januar 2019, 19.42 Uhr »
Den ersten Roman - der ist ja nicht lang - habe ich sogar schon fertig. Ich muss noch versuchen, meine Gedanken bis zum Wochenende zu sortieren.
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Offline sandhofer

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Re: Hermann Broch: Die Schlafwandler
« Antwort #4 am: 02. Februar 2019, 06.07 Uhr »
Sodele. Ich habe mal was Kleines geschrieben. Es ist ja eigentlich unverschämt, etwas zum ersten Teil eines von Anfang an als Trilogie konzipierten Werks zu schreiben, ohne die folgenden Teile zu kennen...  :angel:
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Offline sandhofer

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Re: Hermann Broch: Die Schlafwandler
« Antwort #5 am: 04. Februar 2019, 17.27 Uhr »
Ich habe gerade festgestellt, dass ich den zweiten Roman doppelt habe. Meine Frau muss ihn mir mal in einer Einzelausgabe geschenkt haben...  lvw
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Offline sandhofer

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Re: Hermann Broch: Die Schlafwandler
« Antwort #6 am: 10. Februar 2019, 06.26 Uhr »
Den zweiten Roman habe ich gestern zu Ende gelesen. Da ich erkältet bin, hatte ich nichts anderes zu tun. Allerdings fehlte mir heute die Energie, um einen wirklich grossen Beitrag dazu im Blog zu liefern. Je nun...
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Offline sandhofer

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Re: Hermann Broch: Die Schlafwandler
« Antwort #7 am: 12. Februar 2019, 17.01 Uhr »
Ich habe gerade festgestellt, dass ich den zweiten Roman doppelt habe. Meine Frau muss ihn mir mal in einer Einzelausgabe geschenkt haben...  lvw

Ja. Und wie ich diesen Einzelroman an seinen definitiven Platz im Regal stellen will ... Ich meine: Meine Bibliothek ist ja nicht riesig. Und im Grossen und Ganzen sogar übersichtlich, weil alphabetisch sortiert und nur einreihig aufgestellt. Aber dass ich bereits eine in einen Band gebundene Ausgaber der "Schlafwandler" aus dem Jahr 1999 dort stehen hatte, war mir nicht bewusst. Auch an eine Lektüre derselben kann ich mich nicht erinnern.

Manchmal schaffe ich es tatsächlich, mich selber zu überraschen.
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