Autor Thema: Franz M. Wuketits ist gestorben  (Gelesen 217 mal)

Offline orzifar

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2 498
Franz M. Wuketits ist gestorben
« am: 10. Juni 2018, 03.42 Uhr »
Hallo,

Franz M. Wuketits ist mit nur 63 Jahren vor einigen Tagen gestorben. Er war einer der wenigen klugen Köpfe in der österreichischen Philosophielandschaft, der die Naturwissenschaft (insbesondere die Biologie) in die Philosophie eingebracht und deren Bedeutung erkannt hat. Anlass für mich, einige der noch ungelesen hier stehenden Werke von ihm zu lesen. Schade um diesen anregenden Denker.

lg

orzifar
Derzeitige Lektüre:

Marcel Proust: Die Welt der Guermantes
Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums. Die Frühzeit.
--------------------------------------------------------------------------
Robert M. Sapolsky: Gewalt und Mitgefühl. Die Biologie des menschlichen Verhaltens.
Bert Hölldobler, Edward O. Wilson: Auf den Spuren der Ameisen
Stefan Weinfurter u. a.: Die Welt der Rituale: Von der Antike bis heute
Frank Trentmann: Die Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute
Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten
Vernor Vinge: Eine Tiefe am Himmel
Andrew Hodges: Alan Turing, Enigma

Offline sandhofer

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 4 552
Re: Franz M. Wuketits ist gestorben
« Antwort #1 am: 10. Juni 2018, 06.27 Uhr »
Oh. So etwas ist immer traurig, auch wenn ich  von ihm nur seinen "Mit Pessoa in den Baumarkt" gelesen haben.
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline orzifar

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2 498
Re: Franz M. Wuketits ist gestorben
« Antwort #2 am: 11. Juni 2018, 04.55 Uhr »
Oh. So etwas ist immer traurig, auch wenn ich  von ihm nur seinen "Mit Pessoa in den Baumarkt" gelesen haben.

Die meisten seiner anderen Bücher sind recht lesbar, allerdings hat er dazu geneigt, sehr viel zu publizieren und sich zu wiederholen. Oder auch Gedanken zu breit auszuwälzen.

Es macht auch deshalb nachdenklich, weil nun bereits Menschen der eigenen Generation sterben (selbst wenn ich noch ein wenig jünger bin). Carpe diem. Zeigt mir, dass ich zu Recht in letzter Zeit Bücher nicht zu Ende gelesen habe - denn die Zeit ist endlich.

lg

orzifar
Derzeitige Lektüre:

Marcel Proust: Die Welt der Guermantes
Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums. Die Frühzeit.
--------------------------------------------------------------------------
Robert M. Sapolsky: Gewalt und Mitgefühl. Die Biologie des menschlichen Verhaltens.
Bert Hölldobler, Edward O. Wilson: Auf den Spuren der Ameisen
Stefan Weinfurter u. a.: Die Welt der Rituale: Von der Antike bis heute
Frank Trentmann: Die Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute
Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten
Vernor Vinge: Eine Tiefe am Himmel
Andrew Hodges: Alan Turing, Enigma

Offline Karamzin

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 45
Re: Franz M. Wuketits ist gestorben
« Antwort #3 am: 11. Juni 2018, 22.18 Uhr »
Jetzt hat es auch wieder einen Vertreter meines Geburtsjahrganges ereilt.

Ich habe Franz Wuketits als Referenten der Freien Akademie e.V. auf Schloss Schney bei Lichtenfels in Franken kennengelernt, wo er Stammgast gewesen war

https://www.franken-akademie.de/

http://www.freie-akademie-online.de/index.php/praesidium-und-geschaeftsstelle

und war beeindruckt von seinem umfassenden Wissen vor allem auf dem Gebiet der Evolutionsbiologie.

Souverän wies er Versuche der Kreationisten zurück, sich sozusagen durch die Hintertür wieder Einlass zu verschaffen. Schmerzlich wird nunmehr durch sein Fehlen bewusst, dass sich die säkulare Szene auch heute noch teilweise mühsam ihren Weg bahnen muss.