Author Topic: Abraham Lincolns Briefe und Reden  (Read 1621 times)

Offline sandhofer

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Abraham Lincolns Briefe und Reden
« on: 21. Juli 2015, 19.07 Uhr »
... und anderes. Wenn man so seine Reden und Briefe in einer chronologischen Reihenfolge liest, ergibt sich im Grunde genommen eine Autobiografie. Interessant auch zu sehen, wie sich seine Einstellung zur Sklavenfrage in den USA langsam wandelt. Er war nie ein Befürworter, aber mehr und mehr kommt er zur Ansicht, dass nur ein Verbot der Sklaverei in allen Bundesstaaten von Nutzen sein kann.
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline sandhofer

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Re: Abraham Lincolns Briefe und Reden
« Reply #1 on: 22. Juli 2015, 20.26 Uhr »
Schade natürlich - für mich als Voyeur - dass man in zumindest in meiner Ausgabe sehr wenig über Lincolns (gelinde gesagt: problematisches) Verhältnis zu den Frauen im Allgemeinen und zu der Frau, die er schlussendlich geheiratet hat, erfährt.
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Offline sandhofer

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Re: Abraham Lincolns Briefe und Reden
« Reply #2 on: 26. Juli 2015, 17.21 Uhr »
Noch 1862 will Lincoln keineswegs die Skaven generell in den USA befreien; noch 1862 glaubt er fest daran, dass die Farbigen (wie er sie damals schon nennt) gern und in Scharen in neue, sozusagen eigene Kolonien auswandern würden - und dies, obwohl die Zahl der Auswanderer nach den bestehenden Export-Ländern Liberia und Haiti winzig klein ist und Abordnungen von Farbigen selber immer wieder den Wunsch äussern, dass die ehemaligen Sklaven in den USA bleiben dürfen; noch 1862 ist Lincoln dagegen, dass die Farbigen das US-Bürgerrecht bekommen sollten. Kurz darauf wird er seine Meinung ändern (müssen).
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