Hallo!
Kumar zeichnet die Entwicklung des Quantenkonzeptes nach - von Plancks "Verzweiflungstat" bei der Beschreibung der Schwarzkörperstrahlung bis zu Everetts ebenfalls verzweifelt anmutendem Viele-Welten-Konzept. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei weniger auf den physikalischen Feinheiten (das wäre denn auch in einem - noch so umfangreichen Buch nicht zu machen), sondern auf der historischen Abfolge der für die Quantentheorie entscheidenden Entdeckungen. Wer mit dieser Geschichte einigermaßen vertraut ist, wird wenig Neues entdecken (von einigen Anekdoten abgesehen), aber er bekommt eine sehr gut und flüssig lesbare Darstellung, eingängig und verständlich. Und wer sich erstmals - wenn auch nur oberflächlich - mit quantenphysikalischen Phänomenen beschäftigt, dem kann das Buch als Einführung in die Problematik dienen. Das Buch vermittelt außerdem eine Vorstellung von den hinter den Theorien stehenden Charakteren, erzählt aus deren Leben, beleuchtet private Aspekte, ohne sich in das Anektdotische zu verlieren. Nicht wirklich anspruchsvoll (was denn auch nicht im Sinne des Autors war), hingegen informativ und leicht zu lesen. Mir hat's Spaß gemacht.
lg
orzifar