Pe
eperkorn, bitt'schön ...

(oder ist es bewußte Verfremdung, die etwas aussagen / herüberbringen soll ? Dann ziehe ich den Einwand zurück ... In solchen Fällen hasse ich solche vermeintlichen Korrekturen ...

)
Entschuldigungsbrief (ob dieser so von Herzen kam darf denn doch wohl bezweifelt werden:
In der Tat ... das gilt bei Thomas Mann des öfteren ...
Diesem devoten Ton scheint Ironie beigemischt)
... und mehr als das ... das wenn man so will nahezu beängstigende sich vollständig einklinken können eines durchtriebenen Manipulators in einen anderen Menschen ... Mann kann so schreiben daß der, der es liest, nicht merken soll, woher der Wind wirklich weht, aber andere es durchaus merken sollen ... und er weiß daß das aufgeht ... (Die wundersame Wandlung Manns zum Demokraten erinnert mich übrigens ein wenig an eine Stellungnahme Ansgar Pöllmanns über einen anderen (Karl May), "Bald erkannte jedoch der Verfasser [...], wo sein Weizen blüht, er begann so hübsch langsam, aber stetig die berühmte Entwicklung des ›Gewaltmenschen‹ zum ›Edelmenschen‹, d. h. er ließ beide hübsch nebeneinander her einen Wettlauf veranstalten!")
Settembrini ist offenkundig eifersüchtig auf den Meister des unvollständigen Satzes: Seine perlende Sprache vermochte Castorp weniger zu fesseln.
Ein interessanter Aspekt ... "Versungen und vertan", ja, formal vielleicht ... diese Thematik begegnet einem immer wieder mal. (Ein alter Theaterhase (Werner Kraut) sagte einmal zu einem Schauspielschüler (Rainer Ricklefs) "Junge du hast den Text nicht gekonnt aber du warst der beste Krogstad den ich je gesehen habe" ... Das ist diese Meistersinger- oder auch Bürger Schippel - Thematik, die einen können singen und die anderen beherrschen die Formen und Regeln ... Am besten man beherrscht beides, aber das ist leider eher sehr selten ...) (edit.: kleine Abschweifung, pardon)
Ich habe eben noch einmal eine Fernseh-Dokumentation zu Gerhart Hauptmann mir vom Video angesehen, in der sowohl Licht und Schatten Hauptmanns herüberkamen (auch in differenzierenden Einschätzungen von Dieter Hildebrandt und Peter Sprengel). (Und er war nicht nur in Franziskanerkutte zu sehen auf Hiddensee, auch in der Toga hat er sich filmen lassen ...

) (Und bei seinem Blick in die Kamera, mit um die achtzig Jahren, habe ich so etwas wie "Ihr fallt ganz schön auf mich herein, was ..." hinein- oder auch herausinterpretiert ...

)
Peeperkorn ist nicht unsympathisch. Hauptmann auch nicht. Nur daß der, erneut hemdsärmelig ausgedrückt, schaumschlägerische Anteil seines Wesens und Tuns seinerzeit offenbar kaum wahrgenommen wurde verblüfft mich halt einigermaßen ...