Hallo zusammen!
«Einer der besten Romane der Gatsby-Ära.», soll gemäss Klappentext ein gewisser Niklas Maak in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung geschrieben haben. Nun ist, wenn bei einem Buch auf ein anderes hingewiesen wird, dies ja praktisch gleichbedeutend mit dem Todesurteil für das erste Buch. Dabei ist Die Party bei den Jacks besser als Der grosse Gatsby. Formal wie inhaltlich. Formal an Virginia Woolf orientiert, Mrs. Dalloway, das ebenfalls an nur einem Tag spielt und ein Panorama einer ganzen Gesellschaft zu bieten im Stande ist. Inhaltlich in der Schilderung des Stahl- und Beton-Molochs New York, der Gesellschaft der Reichen und Superreichen, deren Reichtum - wie die Stadt selber, in der er zur Schau gestellt wird - zwar nicht auf Sand gebaut ist, aber auf von Tunnels und Kellern durchlöchertem Stein.
Wenn da nur nicht die merkwürdigen Sätze nicht wären, in denen er das Judentum von Mr. und Mrs. Jack so betont, und von Bewegungen mit der Hand spricht, die "typisch für ihre Rasse" sind.
Grüsse
sandhofer