Author Topic: Die Tagebücher der Brüder Goncourt  (Read 15119 times)

Offline sandhofer

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #30 on: 26. April 2014, 07.47 Uhr »
Langsam dämmert Edmonds Freunden, was er da macht. Als erst bittet ihn die Prinzessin Mathilde darum, in Zukunft in seinen Tagebüchern keine Erwähnung mehr zu finden.

Nun auch im Blog.
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline sandhofer

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #31 on: 11. Mai 2014, 07.20 Uhr »
Inzwischen finde ich offenbar nicht einmal mehr die Zeit, den Fortschritt meiner Goncourt-Lektüre hier zu dokumentieren ...  :-[

Jedenfalls ist Band 10 gelesen und im Blog niedergelegt.
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Offline sandhofer

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #32 on: 11. Mai 2014, 14.23 Uhr »
Heute noch gleich mit dem 11. und letzten Band begonnen. Goncourt leidet noch immer an sich regelmässig wiederholenden Koliken. Auch Daudet zickt mittlerweile...
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Offline sandhofer

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #33 on: 12. Mai 2014, 19.22 Uhr »
Der Koliken werden es weniger. Der Freunde auch ...
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Offline Camenzind

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #34 on: 21. Mai 2014, 14.47 Uhr »
Der Roman 'Germinie Lacerteux' der Brüder Goncourt spricht mich mit seinem nüchtern illusionslosen Blick auf die dort agierenden Menschen sehr an und macht auf die Tagebücher neugierig ... bei Zweitausendeins müßte man aber [vermutlich] für 250 € gleich alle auf einmal kaufen. Das muß nun auch wieder nicht sein ...

Offline sandhofer

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #35 on: 21. Mai 2014, 19.18 Uhr »
bei Zweitausendeins müßte man aber [vermutlich] für 250 € gleich alle auf einmal kaufen. Das muß nun auch wieder nicht sein ...

Vermutlich schon. Aber m.W. gibt es nach wie vor auch Auswahlausgaben. Die 11 Bände sind wohl wirklich nur für Aficionados. Sie lohnen sich unterm Strich aber schon. ;)
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Offline Camenzind

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #36 on: 21. Mai 2014, 19.28 Uhr »
Wenn mir etwas gefällt, werde ich ggf. relativ schnell zum Aficionado ... Mal schauen.

Die Schilderung im erwähnten Roman empfinde ich wie gesagt als nüchtern illusionslos, dabei sozusagen weder kalt noch warm. Es hat nicht die Thomas Mannsche Kälte, aber auch Dinge wie Mitgefühl o.ä. halten sich in angemessenen Grenzen. M.E. sehr reizvoll. Ich kannte die beiden Autoren überhaupt nicht, das Buch ist mir über eine Art Flohmarkt in die Hände gefallen.

Offline sandhofer

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #37 on: 22. Mai 2014, 17.59 Uhr »
Ich bin - in diesem Zusammenhang - Tagebuch-Aficionado. Die Brüder Goncourt konnten mich zwar von ihrer Beobachtungsgabe überzeugen, ich werde aber deswegen wohl trotzdem keinen Roman von ihnen lesen ...
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Offline Camenzind

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #38 on: 22. Mai 2014, 18.26 Uhr »
Ich hatte eigentlich auch keine Lust, einen alten französischen Roman zu lesen, fing entsprechend skeptisch an und wurde dann sehr schnell recht aufmerksam und interessiert ...

Heute habe ich den Schluss gelesen und auf der Kopfhaut eine körperliche Reaktion gespürt, was ich, obwohl ein recht 'empfängliches Gemüt', so nicht allzuoft erlebe ...

Ich habe mir die Tagebuchbände heute mal angesehen bei Zweitausendeins. Für deren Verhältnisse ungewöhnlich teuer ... Ich warte mal die zu erwartende günstigere Taschenbuchausgabe ab. Und schaue, was die Stadtbücherei zu bieten hat.

Offline sandhofer

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #39 on: 22. Mai 2014, 19.38 Uhr »
Ja? Gut - setzen wir die Brüder auf die erweiterte Liste ...
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Offline sandhofer

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #40 on: 31. Mai 2014, 08.58 Uhr »
So, die Tagebücher - zumindest vorläufig - abgeschlossen. Bin ich der erste, der die 11 Bände von A bis Z durchgelesen und darüber gebloggt hat?
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Offline Camenzind

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #41 on: 10. Oktober 2014, 08.08 Uhr »
Der hier erwähnte Roman 'Germinie Lacerteux' beruht übrigens offenbar auf Erlebtem, siehe Tagebucheintrag zu Rosalie Malingre vom 16. März 1857 (wiedergegeben in "Blitzlichter", Porträts aus den Tagebüchern). Der Tagebucheintrag gibt Wesentliches aus dem Roman [vorab] in Kurzform wieder. - Vom Roman unbeeindruckt zeigt sich Anita Albus im Nachwort zu den 'Blitzlichtern', "der Roman ist nur ein blasser Abklatsch der ergreifenden Schilderung der Rosalie Malingre aus den Tagebüchern".
« Last Edit: 10. Oktober 2014, 08.48 Uhr by Camenzind »

Offline sandhofer

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Re: Die Tagebücher der Brüder Goncourt
« Reply #42 on: 10. Oktober 2014, 15.52 Uhr »
Der Tagebucheintrag gibt Wesentliches aus dem Roman [vorab] in Kurzform wieder. - Vom Roman unbeeindruckt zeigt sich Anita Albus im Nachwort zu den 'Blitzlichtern', "der Roman ist nur ein blasser Abklatsch der ergreifenden Schilderung der Rosalie Malingre aus den Tagebüchern".

Ursprünglich waren die Tagebücher auch als Materialiencontainer für spätere Romane gedacht. Dass die Tagebuch-Einträge frischer daher kommen als die Romane, kann ich mir gut vorstellen. Trotz der Tagebücher habe ich bisher noch keine Lust auf einen Roman der Goncourts verspürt.
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