Brockes
Irdisches Vergnügen in Gott gibt es als
"Volltext" online zu lesen.
Nicht nur, dass die Ruhe vor und nach dem Gewitter im Gedicht
Die auf ein starckes Ungewitter erfolgte Stille durch absolute R-losigkeit „hörbar“gemacht wird, auf den Leser prasselt auch ein Gewitter von ch-, sch-, gr- und kr-Lauten ein, und das Gedicht endet in der unvermeidlichen zweizeiligen Lehre, die das Laute und die Stille noch mal onomatopoetisch hervorhebt:
Es ist die helle Sonn' ein Bild von Gottes Liebe,
So wie des Donners Grimm die Probe seiner KraftBrockes
Irdisches Vergnügen in Gott (schon der Titel ist köstlich!) ist ja eine wahre Fundgrube für den Garten- und Lyrik-Liebhaber! Warum kennt man den kaum?
Brockes'
Der weisse Rosen-Busch[/b] etwa:
...
Mein Gott, wie ward mein Hertz gerühret,
Da ich, im Schimmer, der ihn zieret,
Als wie am grünen Firmament,
(Woran der Rosen Heer, wie weisse Lichter, brennt)
Ein schimmernd Sternen-Heer zu sehen, glaubte.Ist Eichendorffs wunderbares Gedicht:
Es war als hätt’der Himmel die Erde still geküsst/
dass sie im Blütenschimmer von ihm nun träumen müsstdenkbar ohne Brockes
Weißen Rosenbusch?
Oder:
Ein alter umgeweheter Kirsch-BaumGerade ist ein Kirschbaum in meinem Garten vom Orkan Xaver umgenietet und noch nicht weggeräumt worden, da les ich das Gedicht.
Danke für die Anregung! Habe mir das Buch bestellt und werde es auf meine Winterreise mitnehmen.