Author Topic: C. M. Wieland  (Read 23801 times)

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Re: C. M. Wieland
« Reply #15 on: 23. Juni 2013, 21.10 Uhr »
Ich hatte mal einen Freudianer als Deutschlehrer. So was färbt ab: Man will die genaue Ursache solcher Freud'scher Fehlleistungen kennen ...  ;D
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

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Re: C. M. Wieland
« Reply #16 on: 23. Juni 2013, 21.26 Uhr »
Ich hatte mal einen Freudianer als Deutschlehrer. So was färbt ab ...  ;D

Du Ärmster! Aber Du scheinst halbwegs alltagstauglich geblieben zu sein ...  ;D

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Re: C. M. Wieland
« Reply #17 on: 24. Juni 2013, 20.51 Uhr »
Das ist wie mit der Masernimpfung als Kind. Kriegste nie mehr, diese Krankheit. (Gilt auch in anderm Zusammenhang: Ich bin in einer Familie von Sektenmitgliedern aufgewachsen. Jeder Onkel und jede Tante Mitglied einer Sekte. Jeder und jede aber einer andern. Sowas ist noch besser als Impfung.  :angel: >:D )
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Re: C. M. Wieland
« Reply #18 on: 26. Juni 2013, 20.24 Uhr »
Band 10 der Ausgabe letzter Hand. Liest sich alles süffig, ohne weltbewegend und umwerfend zu sein. Aber Wieland verwendet immer genau das Quentchen Ironie, das macht, dass man seine Texte nicht als irrelevant und langweilig beiseite legt. Sondern noch einen Text weiterliest.  ;)
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Re: C. M. Wieland
« Reply #19 on: 30. Juni 2013, 19.45 Uhr »
Und nun Band 10 auch im Blog: http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=4381  :hi:
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Re: C. M. Wieland
« Reply #20 on: 13. Juli 2013, 07.30 Uhr »
Wenn ich noch zum Lesen komme ( ;)): Wieland.
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Re: C. M. Wieland
« Reply #21 on: 21. Juli 2013, 08.13 Uhr »
Ich kann von Wieland nicht ganz lassen: http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=4516  :angel:
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Re: C. M. Wieland
« Reply #22 on: 01. August 2013, 13.54 Uhr »
Der goldne Spiegel - halb 1001 Nacht, halb Platons Republik, halb Lettres Persanes, halb Arrians Alexander-Züge. Gibt 4 Hälften? Wieland hat ja auch 2 Bände damit gefüllt.
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Re: C. M. Wieland
« Reply #23 on: 07. August 2013, 15.39 Uhr »
Der goldne Spiegel ist im Blog niedergelegt. Als nächster wartet Don Sylvio von Rosalva auf mich.
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Re: C. M. Wieland
« Reply #24 on: 17. August 2013, 21.06 Uhr »
Don Sylvio von Rosalva

Pop-Corn-Literatur. So, wie Wieland hier über Männer und Frauen und deren Balzrituale herzieht - ein Zyniker erster Güte.  :teufel:
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Re: C. M. Wieland
« Reply #25 on: 20. August 2013, 15.25 Uhr »
ein Zyniker erster Güte.  :teufel:

Wobei Wieland ja seine Figuren nie wirklich lange böse behandeln kann. Der zweite Teil dieses Romans gleicht zusehends einer relativ seichten Liebesromanze. Aber Wielands Sprache ist selbst da herrlich, wo sein Thema seicht ist ...  :)
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Re: C. M. Wieland
« Reply #26 on: 22. August 2013, 06.26 Uhr »
Nachdem mich der Don Sylvio sehr an den Taugenichts erinnert hat, erinnert mich Der Nachlass des Diogenes von Sinope sehr an Die Nachtwachen des Bonaventura. Wieland scheint die Romantik mehr beeinflusst zu haben, als ich bisher annahm.
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Re: C. M. Wieland
« Reply #27 on: 30. August 2013, 20.22 Uhr »
Ein paar kleinere Schriften Wielands. Er kann mit Rousseaus "gutem Wilden" wenig anfangen, weil er nicht daran glaubt, dass der Mensch im wilden Zustand besser gewesen sei. Dabei verweist er auf aktuelle Berichte aus dem Inneren Amerikas.
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Re: C. M. Wieland
« Reply #28 on: 05. September 2013, 06.59 Uhr »
Manchmal kann Wieland auch irritieren. So, wenn er in einem Beitrag Rousseaus "edlen Wilden" kritisiert, in einem nächsten dann Rousseau in Schutz nimmt, der als junger Mann ja bekanntlich ein Halsband klaute und dann die Schuld auf eine junge Bedienstete schob, auf die er ein Auge geworfen hatte. Das findet er dann plötzlich halb so wild...  ::)
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Re: C. M. Wieland
« Reply #29 on: 05. September 2013, 20.26 Uhr »
Von Xenophon inspiriert, hat Wieland, offenbar in Bern oder unmittelbar vor seiner Zeit dort, ein Epos über Cyrus begonnen. Ich finde es verständlich, dass ein junger Autor seine auktoriellen Stärken und Schwächen noch nicht kennt, sie erst erfahren muss. Aber warum hat der reife Wieland dieses Epos noch in seine Werkausgabe aufgenommen? Schlachten sind nicht Wielands Ding. Das ganze ist ein - leider ungewollter und also nicht ironisch gemeinter - Verschnitt von Homer und Homerisch angehauchten Phrasen.
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