Author Topic: Theodor Gomperz: Griechische Denker  (Read 36709 times)

Offline sandhofer

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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #15 on: 25. März 2013, 07.29 Uhr »
Hallo!

du hast tatsächlich das ganze erste Buch schon gelesen?

Eigentlich in der Hoffnung, etwas mehr zu verstehen. Aber ich lasse den Gomperz jetzt mal liegen; er stört mich sowieso bei der Scholastik, in der ich mit Kenny stecke.

Grüsse

sandhofer
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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #16 on: 25. März 2013, 07.38 Uhr »
Vielleicht auch ein Missverständnis? Ich meinte das erste Buch - nicht den ersten Band.
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Offline orzifar

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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #17 on: 25. März 2013, 19.28 Uhr »
Vielleicht auch ein Missverständnis? Ich meinte das erste Buch - nicht den ersten Band.

Genau - so war's. Das ist was andres :).

lg

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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #18 on: 25. März 2013, 20.01 Uhr »
Uff!

Ich werde im übrigen wohl noch länger pausieren können. Heute ist der Zeller bei mir eingetrudelt. Antiquarisch, die Ausgabe von 1921 ff. Bibliotheksexemplar, also etwas ramponiert. Dafür erschwinglich. Damit und mit Kenny werde ich mich vergnügen können ...  >:D

Grüsse

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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #19 on: 28. März 2013, 07.19 Uhr »
Hallo!

Die Frage ist: Wie weit waren die ersten griechischen Philosophen von der Orphik und andern mystischen Bewegungen der Zeit beeinflusst? Wie weit waren die Orphik und/oder die Philosophen von fremden mystischen Bewegungen beeinflusst? Woher allenfalls kamen diese Beeinflussungen? Ägypten? Indien? (Buddhismus?)

So weit glaube ich die Problematik verstanden zu haben. Zeller streitet einen externen Einfluss auf die Philosophen ab. Den Gomperz muss ich nochmals lesen.

Grüsse

sandhofer
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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #20 on: 03. April 2013, 19.56 Uhr »
So weit ich das jetzt verstehe, war für Gomperz die Orphik - indem er sie mit der Pythagoreik zusammenfasste - die mystische Wurzel der griechischen Philosphie. Für Zeller war die Orphik - ohne Pythagoras - der erste Nährboden des zarten Pflänzchens 'Philosophie'.
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Offline orzifar

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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #21 on: 04. Mai 2013, 00.10 Uhr »
Hallo!

Dieser Zusammenhang von Orphik und Pythagoreik hat sich mir so nicht erschlossen. Vor allem weil ich von dem Kapitel über Pythagoreas schlichtweg begeistert bin: Ich habe selten eine so klare, nachvollziehbare Darstellung der Zahlenmystik, der Entstehung dieses Weltbildes gelesen. Das ist ganz außerordentlich gut gelungen (wenn nicht manchmal die pittoreske Sprache Gomperz' einen ungetrübten Lesegenuss vereiteln würde). Gomperz bezeugt wirklich großes Einfühlungsvermögen, auch die abstrusen und obskuren Entwicklungen der Zahlenleere sowie der Kosmologie im Pythagoreismus werden durch seine Beschreibung absolut verständlich. (Etwa wenn er die Entwicklung von Punkt, Linie, Fläche, Körper mit den Zahlen verbindet oder die kosmologische Seltsamkeit einer Gegenerde erklärt oder aber das Welt- bzw. Zentralfeuer. In keiner einzigen modernen Darstellung habe ich derlei gefunden.)

Dieses Kapitel hat mich mit so mancher Stilblüte versöhnt.

lg

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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #22 on: 04. Mai 2013, 13.48 Uhr »
Hallo!

Dieser Zusammenhang von Orphik und Pythagoreik hat sich mir so nicht erschlossen.

Mir auch nicht. Zeller ebenfalls nicht.  ;)

Vor allem weil ich von dem Kapitel über Pythagoreas schlichtweg begeistert bin:

Du meinst 1. Buch, 3. Kapitel? Ich werde das nochmals durchlesen müssen...

Grüsse

sandhofer
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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #23 on: 04. Mai 2013, 15.16 Uhr »
So, habe das Kapitel nochmals nachgelesen und muss Dir Recht geben. Ich habe es auch noch in aller Schnelle mit den Ausführungen Zellers verglichen. Auch Zeller teilt Gomperz' Ansicht oder sollte man besser sagen: umgekehrt? Das Problem mit Zeller ist halt, dass er gleich die ganze Schule der Pythagoräer behandelt, dadurch Neu- und Altpythagoräer unterscheiden muss, und sich die Aufgabe zusätzlich verkompliziert, dass Physik und Metaphysik immer wieder abwechselnd betrachtet.
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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #24 on: 06. Mai 2013, 21.24 Uhr »
Ich habe mal tentativ ein bisschen weitergelesen. Um ehrlich zu sein: Ohne die vorhergehende Lektüre von Zeller, würde ich bei Anaxagoras nur die Hälfte verstanden haben ...

Interessant ist ja, wie Zeller Anaxagoras gerade vor die Sophisten stellt; Gomperz ihn bereits weit früher behandelt. Nestle in einer seiner eigenen Anmerkungen gibt Gomperz Recht.
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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #25 on: 06. Mai 2013, 22.13 Uhr »
Ach Sandhofer,

du machst mir mit dem Zeller den Mund wässrig. Aber 500 Euro für alle Bände - das geht einfach gar nicht  >:(.

Die Kapitel im Gomperz scheinen recht unterschiedlich. Manches reiht sich in die bloß philosophiegeschichtlich langweiligen Aufzählungen ein, bei Pythagoras hingegen war auf eindrucksvolle Art zu spüren, dass er den Philosophen und seine Beweggründe wirklich zu verstehen versucht.

Ich werde auch ein wenig weiterlesen - zumindest nehme ich mir das vor.

lg

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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #26 on: 07. Mai 2013, 08.14 Uhr »
Ach Sandhofer,

du machst mir mit dem Zeller den Mund wässrig. Aber 500 Euro für alle Bände - das geht einfach gar nicht  >:(.

Ich hatte wohl Glück. Mein Exemplar war mit € 100.00 recht günstig. Gut, ein recht fleissig benutztes Exemplar einer Universitäts-Handbibliothek. Mehrfach repariert und nicht unbedingt schön anzusehen.
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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #27 on: 07. Mai 2013, 20.51 Uhr »
Den Abschnitt über Empedokles habe ich wieder fast nicht verstanden ...
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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #28 on: 08. Mai 2013, 13.20 Uhr »
Den Abschnitt über Empedokles habe ich wieder fast nicht verstanden ...

Ich hoffe in ein paar Tagen etwas dazu sagen zu können.

lg

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Re: Theodor Gomperz: Griechische Denker
« Reply #29 on: 08. Mai 2013, 15.47 Uhr »
Nun ja - vielleicht hängt's auch von meiner Tagesform ab. Ich war gestern ein bisschen unkonzentriert. Aber ich finde tatsächlich, dass es Abschnitte gibt, bei denen Gomperz konzentrierter und konsequenter vorgeht und welche, bei denen er irgndwie von seinem Enthusiasmus vom Hundertsten ins Tausendste getragen wird.
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