Kleiner Nachtrag zum 10. Stück: Ich hatte ja nur zu Hirts Beitrag meinen Senf dazugegeben, eine Grippe Ende Oktober/Anfang November hinderte mich daran, etwas zu den anderen Beiträgen zu posten. Ich schließe mich Deiner Meinung an, es sind ziemliche Nichtigkeiten. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt: Die Ballade Das Fest der Hertha ist der erste und einzige Beitrag mit einer nordisch germanischen Kulisse. Bislang gab es in den Horen altgriechische, alttrömische, orientalische und eventuell noch Renaissance- Szenerien. Beim Recherchieren zu Hertha schwappten mir aus dem Netz Fussball-, Esoterik-, Occultismus, und Nazi-Contents entgegen. In der Ballade geht es - wie mir scheint - nach dem Vorbild Iphigenies um Humanisierung und Zivilisierung barbarischer Praktiken…Zur Verfasserin der…Todtenköpfe sei noch erwähnt, dass Elisa von Recke sich durch eine Schrift über Cagliostro, den sie bei seinem Aufenthalt in Livland persönlich kennenlernte, einen Namen gemacht hatte.
Das mit der Zusammenfassung im blog hast Du wieder schön gemacht! Die zitierten Hölderlin’schen Eichbäume klingen dort viel schöner und würdiger als im Kontext der anderen Horen-Elaborate.
Nun zum eilften Stück: Ähnliche Ödnis wie in 10. Texte wie der von von Einsiedel (sein Libretto Die Geisterinsel durften wir uns schon zu Gemüte führen) machen mich wütend. Im Jahre 9 der Revolution hat der Kammerherr nichts besseres zu tun als eine kindliche Utopie von einem Kasten- Staat zu entwerfen.
Hier schicke ich eine Arbeit von Einsiedeln, die ich wegen Kürze der Zeit nicht habe lesen können; sie steht, wenn Sie solche brauchen können, für die Horen zu Diensten. Nach der gewöhnlichen Erscheinung der Widersprüche, die der Zufall so oft in den Gang des Lebens mischt, erscheinen jetzt grade am Ende noch voluminose Beiträge und Böttigers Aufsatz über die neufränkische Behandlung der Kunstwerke wird wohl gar erst nach dem seligen Hintritt unserer drei geliebten Nymphen eintreffen.
( Goethe an Schiller, 3.2.1798)
Ja, aber wir müssen das lesen!
Als ich mich in die C. von Wolzogen zugeschriebene Erzählung Donna Rosalva eingelesen hatte und einigermaßen gespannt war, ob nun der Ritter bei Rosalva werde landen können und was es mit dem Rückzug der Gräfin und dem Faktotum Boccadore auf sich hat, und in der nächsten Folge nach der angekündigten Fortsetzung suchte, musste ich feststellen, dass es eine solche nicht gibt. Das kennen wir doch schon,@ Frau von Wolzogen!