Author Topic: Johann Heinrich Merck  (Read 2659 times)

Offline sandhofer

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Johann Heinrich Merck
« on: 09. Juli 2012, 12.01 Uhr »
Hallo zusammen!

Zur Zeit schmökere ich in der Werkausgabe von Johann Heinrich Merck (Wallstein!). Noch ist der spätere Goethe-Freund und Naturwissenschafter mehr mit Kunst und Literatur beschäftigt, als Mitglied der Deutschen Gesellschaft zu Darmstadt. Die Werke sind dementsprechend noch wenig interessant. Aber ich habe schon Dümmeres gelesen, von ebenso grossen Namen ...

Grüsse

sandhofer
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Offline sandhofer

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Re: Johann Heinrich Merck
« Reply #1 on: 09. Juli 2012, 19.36 Uhr »
Seine Fabeln von 1769 - abgesehen davon, dass sie in Versform ist, was bei einer didaktischen Literaturart immer von Nachteil ist - können (jedenfalls die besten von ihnen) durchaus mit Lessings Fabeln Schritt halten. Die Ironie ist da.
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Re: Johann Heinrich Merck
« Reply #2 on: 10. Juli 2012, 16.41 Uhr »
Nun folgen seine ersten Rezensionen. Als Kritiker ist er sicher besser denn als Schriftsteller. Er erwischt den Punkt, an dem der Autor aufzuhängen ist sehr gut - jedenfalls soweit sich das sagen lässt bei Werken, die heute wohl keiner mehr kennt.
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Offline sandhofer

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Re: Johann Heinrich Merck
« Reply #3 on: 12. Juli 2012, 12.20 Uhr »
Die Hälfte der 600+ Seiten sind Kommentar. Einiges davon hilfreich; darauf dass mir eine Doktorandin (die den Teil der Fabeln editiert und kommentiert hat - als Doktorarbeit eben) im Kommentar erklärt, wer Diana war (z.B.), hätte ich allerdings verzichten können. Ich erfahre zu den griechischen Göttern, die alle erklärt werden, auch nicht mehr, als mir ein x-beliebiges Klein-Lexikon mitteilen könnte oder der Schwab. Und sogar weniger als mir heutzutage Wikipedia sagt. Vor allem aber bin ich der Meinung, dass, wer zu einer Werkausgabe von Johann Heinrich Merck greift, mit ziemlicher Sicherheit ein Basiswissen an griechischer Mythologie sein eigen nennt. Diesem Leser muss man nicht erklären, wer Diana war. Vor allem eben nicht, wenn die Erklärung nicht viel mehr aussagt, als dass es die griechische Göttin der Jagd war ...  >:(
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Offline Gontscharow

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Re: Johann Heinrich Merck
« Reply #4 on: 12. Juli 2012, 13.23 Uhr »

Diesem Leser muss man nicht erklären, wer Diana war. Vor allem eben nicht, wenn die Erklärung nicht viel mehr aussagt, als dass es die griechische Göttin der Jagd war ...  >:(
Zu ärgerlich. Auch noch falsch?
Artemis (griechisch Ἄρτεμις) ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Jagd. Diana heißt sie in der römischen Mythologie. :angel:

Offline sandhofer

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Re: Johann Heinrich Merck
« Reply #5 on: 12. Juli 2012, 16.47 Uhr »

Diesem Leser muss man nicht erklären, wer Diana war. Vor allem eben nicht, wenn die Erklärung nicht viel mehr aussagt, als dass es die griechische Göttin der Jagd war ...  >:(
Zu ärgerlich. Auch noch falsch?
Artemis (griechisch Ἄρτεμις) ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Jagd. Diana heißt sie in der römischen Mythologie. :angel:

Ich glaube nicht. (Das Buch habe ich allerdings jetzt nicht hier.) Das ist wohl mir in meinem Ärger passiert ...  :-[
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Offline sandhofer

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Re: Johann Heinrich Merck
« Reply #6 on: 13. Juli 2012, 20.04 Uhr »
Die Kommentare übrigens zu den übrigen Teilen sind weniger banal. Was auch daran liegen mag, dass Merck, nachdem er die Fabeln verlassen hat, sich auch weniger poetisch gibt und auf den ganzen Götterreigen der Empfindsamkeit verzichtet. Schliesslich verlangen wir auch heute von einem Rezensenten, dass er zwar Göttergeschichten besprechen kann, nicht aber selber in jedem zweien Satz die Götter bemüht - mehercle!
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Offline sandhofer

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Re: Johann Heinrich Merck
« Reply #7 on: 14. Juli 2012, 21.31 Uhr »
dass Merck, nachdem er die Fabeln verlassen hat, sich auch weniger poetisch gibt und auf den ganzen Götterreigen der Empfindsamkeit verzichtet.

Stimmt ja so nicht. Er hat danach noch seine Barden-Phase, wo er und seine Darmstädter Mitstreiter ganz tapfer Bardenlieder im Stile Ossians jodeln ... Da sind allerdings tatsächlich keine griechischen (und auch keine römischen  ;D ) Gottheiten ...  :angel:
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Offline sandhofer

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Re: Johann Heinrich Merck
« Reply #8 on: 15. Juli 2012, 21.13 Uhr »
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