Hallo,
soweit ich mich erinnere, ich habe ja auch mal Steiner geschnuppert, ist die Akasha-Chronik kein in Leder gebundenes Buch, sondern man kann (nach Steiner?) erst in diesem sog. Buch lesen, wenn man einen bestimmten Bewusstseinszustand erreicht, in dem so etwas möglich ist. Es ist sozusagen ein Bewusstseinszustand, in dem jemand Erkenntnisse über den Kosmos, über der Schöpfung erhält, die einem normalsterblichen wie mich, natürlich verborgen bleiben. Ich selber habe keine Ahnung, ob so ein Bewusstseinszustand erreicht werden kann.
Esoterisch ist ähnlich wie in den meisten Religionen. Es wird an irgendetwas geglaubt. An den lieben Gott, an das Wassermannzeitalter, an Wünschelruten. Dann gibt es noch den Spiritismus. Ich denke, dass ist das mit den Stühle rücken, oder wenn man Geister aus dem Jenseits ruft (wie in der Züricher Loge).
Spiritualität ist etwas anderes, denn hier geht es um spirituelle Erfahrung: Unio mystika (Meister Eckhart, Einsweren mit Gott), im Sufismus gibt es auch solch ähnliche Mystik, da, nach deren Vorstellung, in jedem Menschen ein göttlicher Funke ist. Im Budddhismus ist es Nirwana, eine Erfahrung, in dem der Dualismus aufgehoben wird (kein Nihilismus, wie im Westen manchmal falsch interpretiert wird).
Natürlich höre ich in meiner Stimme wieder Atheisten, Materialisten, die sagen, so etwas gibt es nicht (oder, wieder irgend so ein "Müsli"

). Nun, wenn man sich damit beschäftigt, kann man aber erkennen, dass solch spirituelle Erfahrungen in jeder Kultur gemacht werden. Spiritualität zielt auf Erfahrung ab (Praxis z.B. Meditation, Kontemplation; bei Theresa von Avila hieß das "Inneres Gebet").Das ist der Unterschied zur Religion. Ich halte es für einen großen Fehler der christlichen Kirchen, dass sie die Mystik aus ihren Gemäuern vertrieben haben. Stattdessen haben wir heute in der kath. Kirche nur sterile Dogmen, die selbst so manchen Katholiken nicht interessieren.
Liebe Grüße
mombour