Pepys Diaries durchgelesen und damit zwei Monate Erfahrung mit Kindle erworben.
Ich war überrascht, wie angenehm das Bild für die Augen ist. Zuerst war ich aber erstaunt, wie klein der Bildschirm ist: Format einer Reclamseite etwa. Das bringt den ersten Haken mit sich: Man kann zwar die Schriftgröße verstellen, aber je größer, je weniger auf der Seite und da ist man schnell an der Grenze, wo man zwar Großdruck hat, aber nicht mehr viel Inhalt. Ich blieb also bei der voreingestellten Größe und kam damit gut zurecht.
An das Flackern beim Umblätter, an das ich glaubte, mich nie gewöhnen zu würden, gewöhnte ich mich doch recht schnell. Solange ich nur geradeaus las, war die Lektüre eine reine Freude.
Schmerzlich vermisst habe ich das freie Vor- und Zurückblättern oder das mal eben im Stichwortverzeichnis nachschlagen (gab es beim Pepys nicht). Schmerzlich vermisst auch die Seitenzahlen. Die prozentuale Angabe, wie viel man von dem Buch gelesen hat, ist kein Ersatz.
So ein Kindle kann mir ein Buch nicht ersetzen, aber er ist eine gute Alternative für die Fälle, wo das Buch nicht mehr erhältlich oder jenseits meiner finanziellen Schmerzgrenze liegt.