Hallo!
Dann ist es noch die gleiche Ausgabe. - Ich mochte die Frankfurter Schule auch nie, viele meiner Freunde, Bekannten waren von Adorno, Marcuse, Horkheimer und Habermas äußerst angetan, wohl auch aus politischen Gründen. Und wenn ich auch nie explizit links war (weil ich Marx für Unsinn halte), so sind mir die Linken in ihrer Grundhaltung doch sehr viel näher. Aber ich musste in philosophischer Hinsicht erkennen, dass praktisch alle Vertreter der Frankfurter Schule zum einen einen fürchterlichen Stil ihr eigen nannten und dass sie - noch viel mehr - kaum gute Argumente vorbringen konnten: Weder in epistemologischer noch in soziologisch-politischer Hinsicht. Offenkundig wurde das beim Positivismusstreit, die Positionen der Frankfurter waren einfach nur lächerlich. Dazu kam noch der dogmatische Marxismus, wenn in Diskussionen darauf abgezielt wurde, dass man einfach nicht den "richtigen" Hintergrund hätte: Wobei unter "richtig" schlicht das verstanden wurde, was von ihnen vertreten wurde. Dieses aufgeregt Klassenkämpferische kam mir vor wie eine pubertäre Attitüde (was sie wohl auch war). Und es hatte auch etwas intellektuell Niveauloses.
lg
orzifar