Hallo!
Nun - es ist nicht so, dass ich "nirgends" hinkommen würde: Allerdings muss ich tatsächlich achtgeben, dass ich, vom Wunsch beseelt, vieles lesen zu wollen, nicht die falschen Prioritäten setze. Wobei es oft schwer zu beurteilen ist, was sich denn lohnt: Der Nagel hat etwa sehr interessante Ansätze (allerdings verwendet er sie in Bereichen, in denen sie m. E. nichts verloren haben), der Zhmud wiederum hat eine obskure Auffassung vom Zusammenhang zwischen Religion und Wissenschaft, weiß allerdings Interessantes über den Pythagoreismus zu berichten. Mal sehen. Den "Doktor Schiwago" hätte ich mir vielleicht sparen können, da er aber allüberall erwähnt wird (in den Büchern über die russische Kultur, die ich in letzter Zeit gelesen habe), wollte ich dieser meiner Bildungslücke abhelfen. Als Roman finde ich ihn eher langweilig, als historisch-literarisches Dokument ist er hingegen interessant.
lg
orzifar
Nachsatz: Den Nagel habe ich nun vorläufig beendet. Nicht, weil ich seinen Ansatz für problematisch halte, sondern weil er sich in seiner Kritik stark auf Wittgenstein bzw. auf Kripkes Analyse von Wittgensteinschen Argumenten (Privatsprache) bezieht. Weshalb ein teilweises Wiederlesen von Wittgenstein bzw. Kripke notwendig erscheint - und nun die Leseliste tatsächlich explodieren würde. Aber - noch ein paar Jahre vorausgesetzt, in denen mir der Kopf die Dienste nicht versagt - ich werde es nachholen

. - Diese Form des Ausuferns ist bei mir der häufigste Grund, Bücher abzubrechen.