Mendelssohn, der seine Religion als (einzige) Vernunftsreligion begreift - sich selber aber davon distanziert, Deist genannt zu werden. Seine Auseinandersetzung mit Lavater, der ihn ungebeten und öffentlich aufforderte, eine Schrift, die die Wahrheit des Christentums beweise, entweder zu widerlegen (was Lavater für unmöglich hielt) oder seine Niederlage zuzugeben und selber Christ zu werden. In der Widerlegung eines ziemlich bizarren Beweises war Mendelssohn allerdings besser, als wenn es darum ging, den ontologischen Gottesbeweis zum x-ten Male (und Kant zum Trotz) aufzuwärmen ... Eine merkwürdige Mischung, dieser Mendelssohn ...