Author Topic: Frank Herbert: Dune  (Read 1875 times)

Offline sandhofer

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Frank Herbert: Dune
« on: 30. August 2015, 15.57 Uhr »
Obwohl ich sowohl den Film wie die TV-Serie dazu gesehen habe: Das Buch selber habe ich noch nicht gelesen. Den einen oder andern Bekannten trifft man - z.B. C. G. Jung, oder auch Castañeda (dessen Buch zwar 3 Jahre jünger ist - 1968 gegenüber 1965 von "Dune" -, der aber wohl auch nicht aus dem Nichts erschienen ist). Was wirklich faszinierend ist: Die Tatsache, dass es Herbert gelingt eine Grundstimmung älterer Epen zu transferieren. Anders als Tolkien, der das mittels archaisierender Sprache erreicht hat, geht Herbert psychologisch vor. Das Buch ist düster, es gibt keinen Humor darin, keine lustigen Szenen. Alle Protagonisten wissen, dass sie im Grunde genommen keine Chance haben, und dass ihr Schicksal mehr als nur zweifelhaft ist. Und alle machen dennoch verzweifelt weiter. Erinnert mich irgendwie an das Nibelungenlied.
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

Offline sandhofer

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Re: Frank Herbert: Dune
« Reply #1 on: 02. September 2015, 19.16 Uhr »
Abgesehen vom Düsteren und Humorlosen scheint mir Dune aber tatsächlich der erste esoterische SF-Roman der Literaturgeschichte zu sein...
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Offline sandhofer

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Re: Frank Herbert: Dune
« Reply #2 on: 07. September 2015, 19.02 Uhr »
Dune hat Potential zum Klassiker - jede Generation kann ihre eigene Interpretation anbringen: die mit Bewusstseins-erweiternden Drogen angefüllte, die ökologische, die vom Dschihad verängstigte ...
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Offline sandhofer

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Re: Frank Herbert: Dune
« Reply #3 on: 20. September 2015, 06.58 Uhr »
Dune hat Potential zum Klassiker

Dennoch kann ich mich nicht so ganz damit anfreunden: http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=6609
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