Author Topic: Wilhelm Genazino: Die Abschaffel-Trilogie  (Read 15276 times)

Offline orzifar

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Re: Wilhelm Genazino: Die Abschaffel-Trilogie
« Reply #15 on: 29. September 2012, 02.00 Uhr »
Hallo!

Ich bin nun Mitte des letzten Teiles, den ich bislang für den besten halte.

Das höre ich gern. Im Moment bin ich so ca. auf S. 250 und habe das Gefühl, dass Abschaffel sich im ewig Gleichen suhlt. Das erste Buch ist wirklich nur so durchgeflutscht; aber jetzt habe ich einen Hänger. Semper idem ...

Ich bin jetzt durch. Naja, wie du schon nach 250 Seiten zu bemerken geruhtest: Das Ding hat seine Längen. Zwar gekonnt gemacht, aber auf die Dauer denn doch ermüdend. Vielleicht kein Zufall, dass seine Bücher in der Folge kaum mehr als 200 Seiten hatten. Wirklich viel Neues passiert nicht mehr (nun gut - das ist auch nicht nötig und kein Qualitätsmerkmal - im Gegenteil: Ich war ausnehmend froh, dass Genazino auf einen "Schluss" verzichtete), aber ansonsten dreht man sich doch oft im Kreis. Wenigstens wurde die Zahl der Beschlafungen reduziert.

lg

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Offline sandhofer

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Re: Wilhelm Genazino: Die Abschaffel-Trilogie
« Reply #16 on: 29. September 2012, 09.03 Uhr »
Vielleicht kein Zufall, dass seine Bücher in der Folge kaum mehr als 200 Seiten hatten.

Nun ja - pro Buch sind wir hier ja auch unter 200, oder?
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Offline sandhofer

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Re: Wilhelm Genazino: Die Abschaffel-Trilogie
« Reply #17 on: 29. September 2012, 15.03 Uhr »
Hier übrigens meine Meinung zum ersten Teil der Trilogie ...  :yodel:
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Offline sandhofer

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Re: Wilhelm Genazino: Die Abschaffel-Trilogie
« Reply #18 on: 30. September 2012, 15.03 Uhr »
Das zweite Buch irritiert mich gerade. Da hat Abschaffel eine Freundin - und verliert sie wieder. OK - das ist der Lauf des Lebens und passt eigentlich sehr gut zum Menschentyp, den Abschaffel vertritt. Aber was soll diese Krankheit. Nicht nur, dass er plötzlich krank ist. Er hat offenbar etwas, das für einen knapp 30jährigen Mann sehr ungewöhnlich ist, weil diese Art Knochenschwund meist nur 60jährige Frauen betrifft. Das passt nicht zu Abschaffel, finde ich.  ???
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Offline orzifar

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Re: Wilhelm Genazino: Die Abschaffel-Trilogie
« Reply #19 on: 30. September 2012, 21.46 Uhr »
Da ging's mir ähnlich. Andererseits ist es im Grunde egal, was dem guten Abschaffel widerfährt: Es dient ihm zur Introspektion. Im letzten Teil sitzt er dann schließlich bei seinem Analytiker in der Klinik. Was schlimm klingt, ist so tragisch nicht. Die Monologe haben bloß einen anderen Hintergrund.

lg

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Re: Wilhelm Genazino: Die Abschaffel-Trilogie
« Reply #20 on: 16. Oktober 2012, 20.08 Uhr »
Band 3 ist ja wieder bedeutend interessanter. Abschaffel zur Kur ist neu. Und daher interessanter als Abschaffel in Frankfurt, den wir schon hatten. Und gebumst wird fast gar nicht. Und schon kaum explizit.  >:D
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