Hallo ozifar,
ich habe einen Bammel hier anzufangen. Die ersten drei Kapitel fand ich ziemlich dröge. Ich meine, es gibt doch Romane, da ist man sofort drin, aber hier zieht sich alles so lala dahin. Nun, am Ende des dritten Kapitels bekommt Graf Muffat eine Einladung von Nana zu einem Souper. Das könnte jetzt spannend werden, hat doch der Graf diese Dame schon einmal gierig unter die Linsen genommen. Aber warum diese Einladung? Keine Ahnung. Vielleicht erfahren wir das noch.
Nana singt in einem kleinen proviziellen Theater Oper. Eigentlich könnte man doch eher auf den Gedanken an die Operette kommen. Nana liefert eine ziemlich schlechte Vorstellung ab und der Besitzer dieses Theaters (oder Varietés) redet eher von einem Bordell. Nana spielt die Venus, hat Erfolg, weil die reichen Herrschaften im Publikum (die dann auch in der Gesellschaft von Muffat auftauchen, eine Clique) nur auf ihre Figur schauen und sich für das Gesangsspektakel weniger oder gar nicht interessieren.
Mir erschien auch rätselhaft, warum Nana soviel Besuch bekommt, und die erscheinung des "grünen Jungen", mit dem Blumenstrauß war schon recht seltsam.
All das spielt kurz vor der Weltausstellung in Paris.
Charaktere kommen bisher zu kurz. Nur beim Grafen Muffat und der Gräfin Sabine flimmert etwas durch: Trostlose Ehe, Frömmelei. Das müsste aber noch ausgebaut werden.
Ich hoffe, es wird noch was mit dem Buch und vermute, dass es erst richtig los geht, wenn Muffat zum Souper der Nana kommt und Zola dann hoffentlich die Kurve kratzt, der Roman dann doch noch was wird.
Soweit erstmal.
Liebe Grüße
mombour