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Lektüren, Rezensionen => Klassische Literatur => Topic started by: sandhofer on 30. November 2014, 14.29 Uhr

Title: James Joyce: Finnegans Wake
Post by: sandhofer on 30. November 2014, 14.29 Uhr
Finnegans Wake - die Finnegans erwachen. Keiner wollte mitlesen, also lese ich alleine. Das Ganze wirkt nach rund 100 Seiten auf mich wie ein riesiger Traum. Ständig verändern sich die Menschen und Dinge, nichts bleibt konstant und trotzdem wirkt der Wechsel absolut natürlich. Gewisse Motive scheinen immer wieder auf: Väter, Mütter, Söhne, Brüder (zwei oder drei - meist einander nicht gut gesinnte). Eine andere Metapher, die mir in den Sinn gekommen ist: Ich komme mir vor wie beim ersten Hören eines mir bisher unbekannten Musikstücks. Das eine oder andere Leitmotiv flitzt vorbei, aber bis man es fassen kann, steht schon das nächste in unsern Ohren. (Nicht umsonst wohl heissen die Helden des Romans auch Earwicker - was ich persönlich für mich schon mal mit "Ohrwurm" übersetzt habe.)
Title: Re: James Joyce: Finnegans Wake
Post by: sandhofer on 01. Dezember 2014, 20.42 Uhr
Ich weiss nicht, ob ich viel verstehe. Aber die Geschichte der Familie Finnegan aka Earwicker ist lustig. Irgendwie...
Title: Re: James Joyce: Finnegans Wake
Post by: sandhofer on 03. Dezember 2014, 19.11 Uhr
Eigentlich höre ich mehr der Melodie zu, als dass ich einer Handlung folgen würde. Keine Ahnung, wie man so was übersetzen kann...
Title: Re: James Joyce: Finnegans Wake
Post by: sandhofer on 09. Dezember 2014, 20.44 Uhr
So. Fertig. Aber man frage mich nicht nach der Handlung dieses Romans von 500 Seiten...
Title: Re: James Joyce: Finnegans Wake
Post by: Dostoevskij on 10. Dezember 2014, 10.36 Uhr
Moin, Moin!

So. Fertig. Aber man frage mich nicht nach der Handlung dieses Romans von 500 Seiten...

Auch Susan Sontag hat Finnegans Wake gelesen (https://twitter.com/Literatourismus/status/542608442285125632/photo/1).
Title: Re: James Joyce: Finnegans Wake
Post by: sandhofer on 10. Dezember 2014, 19.59 Uhr
Das ist dann wohl die andere Art, "Finnegans Wake" zu lesen. Die akribisch-sezierende. Ich habe - es war immerhin meine erste Lektüre - mehr auf die Sprache und Melodie gehört. Es war ein bisschen wie Strawinskys "Bilder einer Ausstellung". Von Zeit zu Zeit denkt man, man kenne das Bild...
Title: Re: James Joyce: Finnegans Wake
Post by: Gontscharow on 11. Dezember 2014, 01.46 Uhr
Das ist dann wohl die andere Art, "Finnegans Wake" zu lesen. Die akribisch-sezierende. Ich habe - es war immerhin meine erste Lektüre - mehr auf die Sprache und Melodie gehört. Es war ein bisschen wie Strawinskys "Bilder einer Ausstellung". Von Zeit zu Zeit denkt man, man kenne das Bild...

Стравинский? Нет. Му́соргский! gl_wein
Title: Re: James Joyce: Finnegans Wake
Post by: sandhofer on 11. Dezember 2014, 06.32 Uhr
Stimmt ... Strawinsky war der andere ... 8)
Title: Re: James Joyce: Finnegans Wake
Post by: sandhofer on 20. Dezember 2014, 07.30 Uhr
Finnegans Wake ist nun auch im Blog (http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=5986) anzutreffen.