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Lektüren, Rezensionen => Gerade am Lesen ... => Topic started by: sandhofer on 02. April 2014, 18.52 Uhr

Title: Isak Dinesen: Seven Gothic Tales
Post by: sandhofer on 02. April 2014, 18.52 Uhr
Hallo zusammen!

Dafür, dass Dinesen diese Stories in den 30ern des 20. Jahrhunderts geschrieben hat, sind sie ganz schön altmodisch und erinnern mehr an R. L. Stevenson oder Mary Shelley als an Hemingway oder Steinbeck, ihre Zeitgenossen. Von Joyce oder Woolf, selbst Henry James ganz zu schweigen. Dabei (Babette's Feast oder Ehrengard) konnte Dinesen wirklich schreiben. Vielleicht, weil dies ihr Erstling ist? Ich weiss wirklich noch nicht so ganz, was ich von diesen Schauergeschichen halten soll...

Grüsse

sandhofer
Title: Re: Isak Dinesen: Seven Gothic Tales
Post by: sandhofer on 03. April 2014, 16.38 Uhr
Ich bin jetzt in etwa in der Mitte des Buchs, noch nicht ganz. Sowohl von der Sprache wie von der Thematik her, aber auch vom zeitlichen Setting der Stories: Alles erste Hälfte 19. Jahrhundert. Und dann völlig unmotivierte Überraschungseier. Die Gräfin, die sich in den eigenen Affen verwandelt - was hat das mit der Story, in der es um die Liebesgeschichte ihres Neffen geht, zu tun? Die Story endet mit dieser Bombe, wenn sie platzt. Das ist vielleicht das einzig Moderne an diesen Geschichten: dass sie kein richtiges, irgendwie geartetes Ende aufweisen.
Title: Re: Isak Dinesen: Seven Gothic Tales
Post by: sandhofer on 04. April 2014, 20.02 Uhr
Romantik pur. An und für sich mag ich das ja - aber bei einem Epigonen?
Title: Re: Isak Dinesen: Seven Gothic Tales
Post by: sandhofer on 20. April 2014, 07.47 Uhr
Entsprechend denn auch der Text im Blog (http://blog.litteratur.ch/WordPress/?p=5462) dazu. Und einmal mehr musste ich mich über die US-amerikanische Manie ärgern, nur die eigene Tradition zu kennen. Und nicht mal die genau...